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Demon Queen markiert zwar das Debüt von Donald Farmer, fühlt sich aber weniger wie ein erster Schritt an, sondern eher wie ein unbeabsichtigtes Warnsignal. Dieser Amateurfilm leidet praktisch an allem, was ein Film leiden kann – und das von der ersten bis zur letzten Minute.

Die Darsteller agieren hölzern und wirken, als hätten sie ihre Texte kurz vor Drehbeginn auswendig gelernt – wenn überhaupt. Dazu gesellt sich ein nerviger, billig klingender Soundtrack, der jede Szene zusätzlich strapaziert und sich penetrant in den Vordergrund drängt. Die ohnehin schon dünnen Szenen werden endlos ausgewalzt, ohne Spannung, ohne Atmosphäre, ohne Sinn für Inszenierung.

Blut gibt es zwar, aber die Effekte sind so billig und durchschaubar, dass selbst wohlwollende Zuschauer kaum ein Auge zudrücken können. Die Handlung ist praktisch nicht vorhanden und dient offensichtlich nur als Alibi, um möglichst viele blutige Momente und nackte Brüste aneinanderzureihen. Die titelgebende Demon Queen – ein vampirähnliches Wesen, das ihre Opfer in eine Art Ghoul verwandelt – bleibt dabei eher Behauptung als Bedrohung.

Besonders schmerzhaft ist die miserable Schnitttechnik, die den Film zusätzlich zerhackt und jede Form von Rhythmus vermissen lässt. Szenen enden abrupt oder ziehen sich quälend in die Länge, als hätte niemand beim Schneiden eine Vorstellung davon gehabt, wie ein Film eigentlich funktionieren sollte.

Am Ende bleibt nur Erleichterung: Nach gerade einmal 55 Minuten ist der ganze Spuk vorbei. Demon Queen ist kein charmantes Trash-Juwel, sondern schlicht ein missglückter, belangloser Amateurfilm, der höchstens als Kuriosum für hartgesottene Komplettisten taugt.

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