Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Steven Seagal einen Drehmaraton gemacht haben muss. Ganz plötzlich taucht immer wieder ein neuer Film mit ihm in der Videothek auf. Allerdings hat so ein Dauerdreh auch Nachteile: die Qualität der Filme ist meist recht bescheiden. Dies gilt leider auch für seinen neuen Streifen "Out of Reach". Actionfans werden hier buchstäblich an der Nase herumgeführt. Im Trailer ist so gut wie alles, was an Action vorhanden ist, hineingepresst worden. Ansonsten passiert nichts. Das sind zwar immerhin 3 oder 4 kurze Sequenzen, allerdings werden diese Fans kaum zufrieden stellen. Besonders lachhaft ist die Schwertkampfnummer im Finale. Selbst die Altersfreigabe ist beinahe lächerlich.
Dabei ist die Story gar nicht mal so dumm. Seagal spürt einen Menschenhandelring auf. Doch leider wurde der Streifen nur mit mäßiger Spannung umgesetzt. Auch bei den Actionsequenzen wäre durchaus mehr drin gewesen. Mit höherem Budget wäre der Film wahrscheinlich gar nicht so schlecht ausgefallen.
Leider merkt man auch den Darstellern ihre Talentlosigkeit an. Die Bösen schauen halt mal immer finster in die Kamera - das kommt bestimmt schon mal gut, so weiß jeder wer ich bin. Als Kind darf man eh etwas betrottelt dreinschauen, das wirkt ja so süß. Naja und als Hauptdarstellerin reichts auch aus, wenn man gut ausschaut. Seagal wirkt wie meist recht emotionslos.
Wer sich halt mal eine Geschichte ohne viel drumherum ansehen möchte, der kann mal einen Blick auf "Out of Reach" wagen, sollte aber nicht zu viel erwarten.
Ich geb mal 3 Schläge, viel mehr wurden im Film auch nicht ausgeteilt.