Ich verstehe nicht ganz warum hier nur üble Kritiken an dem Film gelassen werden. " Out of Reach " ist zwar kein Highlight in der Steven Seagal Filmgeschichte, aber immer noch viel besser als " The Patriot " und "The Foreigner ".
Inhalt:
William Lancing ist ein Naturfreund und steht in ständigem Kontakt mit einem polnischem Mädchen aus Warschau, sie schreiben sich oft Briefe und William bring ihr geheime Schriftzeichen bei. Als Irena von einem Mädchenhändlerring entführt wird, fliegt William nach Warschau um der Bande den Gar auszumachen.
Die Story ist 08/15 ganz klar, nur die Idee mit den Schriftzeichen find ich nicht schlecht, als Irena, William mithilfe dieser Zeichen auf ihre Spur führt ist ganz nett ausgedacht, ansonsten läuft die Story nach völlig erwartetem Muster ab, große Überraschungen gibt es leider keine.
Leider ist auch die Action etwas spärlich gesetzt, so gibt es nur ein paar kleinere Keilereien die zwar ganz gut choreographiert sind, aber leider auch nicht besser als mittelmäßig sind, leider sind auch kaum Knochenbrecher oder die frühere Kampfhärte von Seagal zu sehen. Der Shootout im Bordell ziemlich zum Schluss ist da schon etwas besser, zwar etwas kurz, aber man bekommt immerhin ein paar hübsche Shootouts geboten. Vom Endkampf war ich leider etwas enttäuscht, war zu kurz und ließ einfach an Härte vermissen, aber dafür war er optisch sehr gut in Szene gesetzt.
Ein großes Plus des Filmes ist die ruhige Kameraführung und die schöne Darstellung Warschaus, es wird immer das Beste aus jeder Kulisse herausgeholt, also der Film sieht auf jeden Fall nicht Amateurhaft aus.
Steven Seagal spielt seine Rolle solide wie immer, nur ist er hier leider sehr moppelig, so arg wie hier hab ich das in noch keinem Film gesehen, das wird meistens durch einen langen Mantel oder einen zu großen Anzug kaschiert. Aber da ich ein großer Fan von Seagal bin, seh ich da großzügig darüber hinweg, in den anderen Filmen sieht er ja wesentlich besser aus. Der Rest der Darstellertruppe, ist eher unbekannt, außer Matt Schulze ( Transporter ). Spielen aber alle auf solidem Niveau.
20 Millionen Dollar soll der Film gekostet haben, naja irgendwie etwas unglaubwürdig, weil in die Action ist bestimmt kein großer Teil geflossen, außer vielleicht in den Shootout am Ende, also da hätte man ruhig noch etwas mehr herausholen können. Einfach mehr Action und der Film hätte gleich besser ausgesehen.
Fazit:
Solide, aber nicht mehr, leider etwas wenig Action, aber langweilig wirds nicht. Kann man durchaus mal einen Blick riskieren. So schlecht wie er hier meistens beschrieben wird ist er dann doch nicht.