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Ganz ordentlicher Gangster - Action - Film, der sein höchstens mediokres Budget recht gut verpackt und ausnutzt, ansonsten aber nie wirklich aus dem B - Bereich hinauskommt, was aber auch an der letztlich komplett durchschnittlichen Inszenierung liegt.

Norman Law, der unter seinem bisherigen Schaffen auch nicht gerade die grössten Perlen vorzuweisen hat [ GUN IS LAW und HEARTY RESPONSE dürften noch am bekanntesten sein ] sorgt für eine recht sichere, aber eintönige Regie mit einigen Fauxpas; dass anscheinend angestrebte Ziel Gangsterepos wird zu keiner Zeit erreicht, dafür sind auch die Bilder viel zu klein und geradezu nach Geldmangel schreiend. Schauspielerisch mit relativen No Names ausgestattet agieren die jetzt nicht gerade vor Begeisterung Funken schlagend, machen ihre Sachen im Rahmen der Filmes aber ganz gut.

Dicky Cheung spielt Shiu Chi Hung, der in den 30ern nach Shanghai gekommen ist, um das grosse Geld zu machen. Zuallererst fällt ihm der Machtkampf zwischen gleich 3 Gangs auf, er mischt sich ein und hängt sich später an die Gold Sand Gang unter Führung von Chang Tung Pin [ Dick Wei ]. Weitere Mitspieler sind der Schneider von Shanghai [ Kent Cheng ], der Informationen kauft und verkauft sowie Shiu's Cousin, der als aufstrebender Polizist ebenfalls die Triaden gegenseitig aufhetzt und seinen Nutzen daraus zieht.

Ausserdem zwitschert noch eine "mondäne" Nachtclubsängerin [ Cat 3 Sternchen Yvonne Yung Hung ] durch die Gegend und die Betten, die Rolle hätte man lieber komplett streichen sollen, ist sowohl sinnlos als auch fehlbesetzt.

TVB - Star Dicky Cheung als Actionheld ist etwas gewöhnungsbedürftig, wirkt dann aber ganz überzeugend, steht ihm auch viel besser als die Kasperrolen in FUTURE COPS oder LAST HERO IN CHINA. Kent Cheng, Dick Wei und William Ho liefern ihren Standard ab. Das gleiche gilt für den Drehbuchautor, der aber zumindest samt der Regie für Kurzweil sorgt, seine Geschichte jetzt nicht übermässig aufbläst und auch genügend Action miteinbringt.

Diese selbst schwankt; meistens sieht man zumindest, dass sich angestrengt wird, teils zuviel auch. So wirbeln z.b. Getroffene mit mehrfachen Drehungen um die eigene Achse durch die Luft, bevor sie sterben, was auf die Dauer reichlich unpassend aussieht. Bei Schiesserein sieht man häufig die Einschüsse nicht, obwohl aus allen Rohren gefeuert wird, da werden die Gegenstände erst hinterher präpariert. Und einigen Einsatz von Wirework konnte man sich auch nicht verkneifen, zum Glück ging in dabei nicht in die Dimensionen eines REVANCHIST, der übrigens optisch und von der Art her genauso aussieht.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, warum einer der Männer vor der finalen, grossanlegten Ballerei Shiu einen modellierten Penis als Geschenk überreicht, ansonsten ist der Film entsprechend seinen Voraussetzungen zweifelslos einen Blick wert.

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