Im Zuge der großen Remakewelle mußten irgendwann auch mal die Stepford Wives dran glauben. Das nur die wenigsten der Neuverfilmung an das Original heranreichten oder gar übertreffen dürfte dabei unbestriten sein. Die Besetzungsliste der Frauen von Stepford ließ schomal nichts Gutes vorausahnen, mit Nicle Kidman, Matthew Broderick, Bette Midler, Glenn Close, Christopher Walken und weiß nicht mit wem noch alles, dreht man normalerweise großes Blockbuster Kino. Und so wurde tatsächlich aus einem düsteren Gruselthriller eine quietschbunte Parodie seiner selbst. Stepford wandelte sich von der tristen Kleinstadt zu einer Mischung aus Bizarroworld und dem Garten Eden. Hier gibt es nur gute Laune, stahlenden Sonnenschein, vollautomatisierte Häuser und allgemein herrscht gute Laune bis zum abwinken.Der Stoff wid deutlich komödiantischer bearbeitet.
Wenn man sich allerdings erst mal dran gewöhnt hat, kommt aber sogar noch eine recht brauchbare Komödie heraus. Bevor es in die Stadt geht verliert erstmal eine überkanditelte Formatmanagrin eines TV Senders ihren Job (Nicole Kidman ungewohnt ulkig) und zieht zur Synapsenkur mit ihrem Mann nach Stepford. Dort sind alle Frauen zuckersüß zum Karies kriegen und auch die Männer benehmen sich eher wie Ned Flanders. Klar das man sich zumindest ein wenig ans Original hielt und nach und nach herauskommt, das die Ehefrauen sich nicht freiwillig so benehmen, so daß Barbie gegen sie wie eine drogensühtige Prostituierte wirkt.So kommt wenigstens gegen Ende noch ein wenig Gruselfeeling auf, als die Beteiligten sich das Geheimnis zusammenreimen können.
Wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat, das die Thematik auf Ulk umgesattelt hat, kann hier seinen Spaß haben. Multifunktionsfrauen mit seltaufblasbaren Brüsten, die zudem auch noch als Geldautomat (im wahrsten Sinne des Wortes) funktionieren, gibts nicht überall zu sehen. Die Darsteller verbreiten gute Laune, besonders Close und Middler machen wirklich Spaß. Ob man das Ganze überhaupt noch als Remake bezeichnen sollte, ist natürlich eine andere Frage, aber wenn der Film scon von FSK 16 hier auf 12 runtergesetzt wurde, darf man kein Schlachtfest erwarten.Inhaltlich formale Fehler gibts hier allerdings zuhauf und stören sogar schon beim ersten ansehen, der gröbste dabei ist, ob denn nun die Verhaltensänderung der Damen impliziert oder repliziert wurde, weiß wohl nicht mal der Regisseur. Fazit: ganz nette Sache, aber nun wirklich kein Stepford. 6/10