Was anfängt, wie ein schön mysteriöser Billig-Thriller für den alten Bronson mutiert nach und nach zu einer zähen Religionsstory um die Kontrolle von Wasserrechten, die eine zerstrittene und zerfallene Mormonenfamilie innehatte.
Klar kann man nicht mehr die totale Action von Bronson in seinem Alter erwarten, doch die Story tritt fast über die volle Länge auf der Stelle, da der knurrige Alte nur im seltensten Fall wie ein Journalist agiert, sondern eher wie ein extrem ungeschickter Polizist. Anstatt das Nötigste aus den religiösen Farmern rauszuholen, kommt er denen mit sperrigen Fragen aus dem Verhörraum, die jeden Psychologen aus dem Land vertrieben hätten.
J.Lee Thompson inszeniert mehr als betulich, obwohl man schon bald ahnt, daß hier Großindustrielle die Finger mit drin haben, die die Familie gegeneinander ausspielt. Doch Bronson braucht fast 90 Minuten, um dann auf einem sogenannten Höhepunkt aus einem Killer die Wahrheit herauszuprügeln und der große Bösewicht sich dann auch noch selbst verrät.
Das ist arm, da reicht auch Bronsons Charisma nicht mehr länger aus, um den Film noch um die Kurve zu bekommen. Immerhin geht's auch mal ohne viel Brutalitäten, obwohl die Familien sich gegenseitig derbst dezimieren. Aber zu oft läuft der Film ins Leere, weswegen man ihn sich auch getrost sparen kann. (3/10)