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„Das Gesetz ist der Tod“ bietet einen Charles Bronson Film nach 08/15 Schema, hier wieder mit Stammregisseur J. Lee Thompson.
Die Frauen und Kinder einer mormonische Großfamilie befinden sich nichtsahnend auf ihrem Grundstück, als zwei bewaffnete Männer auftauchen. Die Kinder werden flugs nach oben geschickt und eine Mutti greift zur Schrotflinte, aber hilft natürlich nix und nach einem kurzen Massaker können die Killer wieder abhauen. Immerhin hat J. Lee Thompson den Beginn recht bedrohlich inszeniert, so dass dieser den Rest des Film noch übertrifft.
Über die Mordfälle berichtet auch Reporter Garreth Smith (Charles Bronson), der zudem einige recht einflussreiche Leute kennt. Bald stößt er auf darauf, dass sich zwei Mormonenclans nicht so ganz grün sind und der Rivale eventuell der Killer ist. Bronson gibt gewohnt den harten Mann, der zwar nicht rot sieht, aber wie immer die Nase vorn hat.

Smith sucht den anderen Clan auf und recherchiert auch hier, während sich eine blutige Fehde anbahnt, denn dem Oberhaupt des anderen Clans ist der gleiche Gedanke gekommen und der und seine Männer wollen Rache für ihre Angehörigen. Da hat Smith einen Geistesblitz: Was wenn jemand das Massaker beging, um die Fehde zu arrangieren?
Die Story von „Das Gesetz ist der Tod“ hat zwar mit den Mormonenfamilien ein recht interessantes Szenario, ist aber ansonsten nur 08/15. Bronson darf hier auch kaum in Action treten und wahllos irgendwelche Leute erschießen, sondern die meiste Zeit nur Fakten sammeln. Dabei bleibt die Spannung nur auf einem durchschnittlichen Niveau und erst zum Ende hin gibt es etwas mehr Action. Vor allem das recht unspektakuläre Finale, dass an sich nur aus einer kleinen Prügelei besteht, enttäuscht, nachdem es zuvor wenigstens etwas mehr rundging.

Action gibt es in diesem Bronsonkrimi auch nur wenig und das meiste findet in zwei Sequenzen statt. Die eine ist eine recht große Schießerei in der Mitte des Films, in der anderen wollen ein paar Laster Bronson ans Leder, da dieser auf eine heiße Spur gestoßen ist. Diese beiden Szenen sind dann auch recht gut und ansprechend inszeniert; die restlichen kleinen Actionhäppchen bleiben eher belanglos, worunter leider der Showdown fällt (siehe oben).
Bronson murmelt sich auch hier wieder dekorativ einen in den Schnauzbart und variiert sein beschränktes Rollenschema kaum (außer, dass er halt weniger Leute umbringt). Die restlichen Nebendarsteller spielen auch bestenfalls routiniert, was aber ironischerweise fast schon zu dem von vorne bis hin durchschnittlichen Film passt.

„Das Gesetz ist der Tod“ ist ein Bronson-Krimi, der nicht aus der Masse herausragt, und in jeder Hinsicht das totale Mittelmaß ist.

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