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Hilfe, ich kann nicht aufhören zu lachen! Okay, das ist natürlich ironisch konnotiert & stimmt so auch nicht ganz, schließlich habe ich längst aufgehört zu lachen. Gestern schon. Aber, Ehre, wem Ehre gebührt... die schiere Gag-Dichte kann es mit der "nackten Kanone" (fast) aufnehmen, bloß hinsichtlich der Humor-Qualität & des Lustigkeits-Faktors schmieren die Zwillinge "ein wenig" ab. Ich muss jedoch zugeben, dass ich weit öfter geschmunzelt & gekichert & gelacht habe, als ich es mir im Vorfeld erhoffte.

Der Andy (Roy Black) verknallt sich in die hübsche Hanna (Uschi Glas), die eine Berühmtheit ist & die er im Auftrag seiner Chefin (Angelica Ott) unbemerkt fotografieren soll. Das geht natürlich in die Binsen & als Hanna erbost abreist, folgt er ihr nach Velden am Wörthersee. Dort unterrichtet in der Hotelfachschule Lucullus die Renate (Uschi Glas), Hannas Zwillingsschwester. Um seiner Angebeteten nahe zu sein, schmuggeln sich Andy & sein Onkel (Georg Thomalla) in die Schule, letzterer als Frau verkleidet.

Was ist besser als eine Uschi? Zwei Uschis! Und die Uschi spielt hier so famos, dass man ihre zwei (etwas unterschiedlich gezeichneten) Figuren kaum auseinanderhalten kann, vor allem wenn die beiden identisch gekleidet sind. Manchmal sind Uschi-Hanna & Uschi-Renate gar gleichzeitig im Bild, keine Ahnung, wie sie das bewerkstelligt haben. Sehr geil ist natürlich, wie sie den armen Andy verarschen, beim Schwimmen & beim Essen. Bis er die Zwillings-Sache endlich checkt & den Spieß umdreht, denn Rache ist nun mal süß.

Peter Wecks (Regie) & August Riegers (Drehbuch) Verwechslungs-Ulk bietet neben der doppelten Uschi den feschen Roy (der auch mal singen darf), den fraulichen Georg, den in "sie" verschossenen Eddi (Arent), die umwerfende Angelica, den urkomischen Johann Sklenka (als minderbemittelten Wachmann Hieronymus Zipfl), ein paar hübsche Mädels, schöne Locations, einen gelben Oldtimer (mit dem der Roy & die Uschi herumdüsen dürfen), einige (Mini-)Explosionen & natürlich Klamauk & Kalauer ohne Ende.

Und außerdem wird hier endlich einmal auf die gefürchtete "Wörthersee-Krankheit" hingewiesen! Die Uschi erläutert im Zwiegespräch mit dem Zipfl die Symptome. Die Uschi: "Man begreift schwer & ist geistig wie gelähmt." Der Zipfl: "Ah, dann hab i des scho lang." Die Uschi: "Und ab & zu hat man Halluzinationen." Der Zipfl: "Gott sei Dank, diese Halluzisisisationen hab’ ich nicht."

Hilfe, ich liebe Zwillinge! ist laut, schrill, albern & blöd. Gleichzeitig ist er aber auch recht spritzig, ziemlich lustig & sehr sympathisch. Für Freunde des gepflegten Dummlallens ("Zwillinge? Fabelhafte Idee. Einer alleine kann ja nicht so blöd sein.") ist dieses kurzweilige Lustspiel somit fast schon Pflichtprogramm.

Einen hab’ ich noch. Der eine, empört: "Aber... sie kann mich doch nicht allein hier stehen lassen!" Der andere, trocken: "Na, dann setzen Sie sich doch."

In diesem Sinne... 6,5/10

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