Schon wesentlich besser als der Erstling, kommt der zweite Teil unter der Regie von Brian Trenchard-Smith daher. Auch Drehbuchautor Joe Augustyn bewies hier ein besseres Händchen, somit ist "Night of the Demons 2" der beste Teil der Trilogie, aber immer noch nicht richtig in die Splatterkategorie einzuordnen. Wer richtig gute Dämonenfilme sehen will, der sollte sich lieber "Dance of the Demons 1,2" oder "Tanz der Teufel" ansehen.
Es ist mal wieder Halloween und die Schüler des St. Rita Internats planen eine ganz besondere Party. Jegliche Warnungen in den Wind schießend fährt man zum alten Hull House und erweckt dort abermals die Dämonen um Angela (Amelia Kinkade) zum Leben. Nur der schüchterne Perry (Robert Jayne) und die Nonne Gloria (Jennifer Rhodes) ahnen was nun auf die Schule zukommt. Wieder ergreifen die Dämonen Besitz von einigen Schülern und Angela will auch ihre jüngere Schwester Melissa (Merle Kennedy) auf die dunkle Seite ziehen.
Gegen das Original kommen die einem hier durchschnittlich agierenden Darsteller oscarreif vor. Nicht nur das Schauspiel, sondern auch die deutsche Synchro ist diesmal um Einiges besser geworden. Aber das tröstet nur wenig die typischen Teeniecharaktere hinweg, die man mittlerweile schon fast nicht mehr sehen kann. Man starrt nachts mit dem Fernglas in das Schlafzimmer der Mädchen, reißt pubertierende Witze, schmiedet dämliche Pläne wie man am besten das zarte Geschlecht ins Bett bekommt. Eine Krankheit des 80er Jahre Horrorfilms, die leider bis heute noch nicht richtig kuriert wurde. Man muss diesem Sequel auch lassen, dass einige Onliner wirklich funktionieren. Es sind zwar blöde Sprüche, trotzdem muss man einfach lachen, allein schon der Satz des Pfarrers: "Ich habe den Teufel schon in allen Formen erlebt, doch gequitscht hat er noch nie". Oder auch die kampferprobte Nonne Gloria, sorgt mit ihrem Rambomäßigen Auftreten für einige Schmunzler.
Leider lassen die Dämonen schon wieder sehr lange auf sich warten. Bis der Spass losgeht ist über die Hälfte des Films herum, den Goreanteil hat man dafür nach oben geschraubt und die Effekte sind auch richtig gut geworden. Könnten meiner Ansicht aber ruhig noch blutiger sein. Es werden Köpfe abgehackt, durch den Einsatz von Weihwasser platzen die Dämonen förmlich auf. Maske und Make up sind erneut gut geworden, aber kaum gruselig. Genau das ist auch ein weiteres Manko dieses Films. Es will keine Spannung aufkommen, durch den hohen Humoranteil erst recht nicht.
Dabei bietet das Hull House, oder auch das Internat eine gute Kulisse mit ordentlich Flair, verstärkt durch den Einsatz dutzender Nebelmaschinen. Der Score präsentiert förmlich die 80er Jahre und ist ziemlich rockig.
Deutliche Steigerung zum Original, kommt aber deswegen trotzdem nicht aus dem Durchschnittsbereich heraus, reicht aber aus um amüsant zu unterhalten. 5,5 Punkte meinerseits für diesen kleinen Spassmacher.