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Seinerzeit als lächerlich, holprig inszeniert und "Abfallprodukt" bezeichnet, bekommt der Film inzwischen die Anerkennung die ihm zusteht.

Produzent DeLaurentis ging es damals sicher nur darum schnelles Geld zu verdienen (der "Monsterbüffel" und die Studiosets wurden zum Teil aus Überresten seiner King Kong Produktion recycelt).
Regisseur und Darsteller schafften es aber mit dem kleinen Budget eine atmosphärisch dichte, manchmal gar psychedelisch anmutende Genre-Mischung aus Western und Tierhorror zu schaffen.

Bronson als von Syphillis befallener und von Alpträumen geplagter Revolverheld sieht in seinem Pelzmantel und mit "John Lenon - Brille" dann auch fast eher wie ein 70er Jahre Rockstar, als wie der typische Westernheld aus.

Jack Warden als alter, rassistischer Jäger und Fallensteller gibt hier den Partner von Bronson bei der Jagd auf den Büffel.
Genau wie Bronsons gestörter Revolverheld ist auch seine Figur alles andere als ein klassischer amerikanischer Westernheld.

Lediglich Will Sampson gibt zum x-ten Mal routiniert den Klischee-Indianer (schweigsamer, tapferer, ehrenhafter Krieger) und erfüllt damit die gängige Erwartungshaltung an einen amerikanischen Western.

Die sureale Grundstimmung des spannenden Films entsteht neben der tollen Musik von John Barry vor allem dadurch, das Regisseur Thompson aus der Not eine Tugend machte und biliges Monsterdesign sowie gekünstelte Studiodekos bewusst einsetzt um eine unwirkliche Atmosphäre zu erzeugen.

Da eine deutsche DVD-Veröffentlichung des Films leider immer noch auf sich warten lässt möchte ich jedem Neo-Western, Tierhorror und Bronson Fan die australische oder britische DVD des Films wärmstens empfehlen.

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