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Die Valachi Papiere

Der Film basiert auf den wahren Ereignissen um Joseph "Joe" Valachi, der nach einer langen Karriere in der "Familia" gegen die Mafia aussagte.

Charles Bronson spielt die Hauptrolle in einer derart fantastischen Art, einerseits mit seiner coolen, dennoch feurigen Art, andererseits mit einer genauen Darstellung des Mafia-Mitglieds. Über die Jahrzehnte, vom jungen Einsteiger bis zum ergrauten, gebrochenen Joe Valachi. Sympathisch, aber auch gefährlich, zum Teil läßt er auch eine latent naive Art anklingen. Besser kann man diese Rolle nicht spielen.

Regie führt Terence Young, der seine unbestrittenen Fähigkeiten auch bei diesem Film zeigte. Erzeugen von Spannung, Gefühl für die Szenen und Führung der Schauspieler sind wie so oft exzellent.

Es ist die Ausgeglichenheit, das Tempo und die Details,die den Film so herausragend machen. Meiner Meinung übertrifft er "Der Pate"! Die bisweilen sehr drastische Gewalt gerät nie zum Selbstzweck, man merkt, wie gefährlich dieses Milieu, diese eigene Welt, war. In einer Szene, wo der langjährige Freund und Mitstreiter Valachis entmannt wird, wird die hervorragende Inszenierung deutlich, man merkt die Qual, die Anspannung von Valachi, der dabeisteht und und nicht helfen darf/kann.

Der Film ist nicht so zäh, aber auch nicht so plakativ wie viele viele andere Filme dieser Gattung. Der Rythmus passt einfach, getragen von einem eher unaufdringlichen Score von Riz Ortolani. 

Nicht vergessen werden darf natürlich Lino Ventura, der die Rolle des Vito Genovese gewohnt souverän ausfüllt. Auch Joseph Wiseman, als Salvatore Maranzano überzeugt als belesener, väterlicher Pate, der gerne Julius Cäsar zitiert.

Alles in allem ein ganz großer Film, meiner Meinung nach ohne Schwächen, Längen oder sonstigen Macken, einfach nur genießen!

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