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An Weihnachten soll Ex-Fremdenlegionär Barran in einem Firmengebäude einen Tresor knacken, um dort Wertpapiere hineinzulegen. Sein ehemaliger Kamerad Franz Propp kommt ihm dabei ins Gehege.


Delon und Bronson sind meist eigentlich Garanten für hochkarätiges Kino, doch wenn dieser sexistische, frauenfeindliche und überkonstruierte Film in der Versenkung verschwände, wäre es kein besonderer Verlust.


Mag die Prämisse noch vielversprechend klingen, ist die Umsetzung eher ernüchternd bis ärgerlich. Die beiden Stars sind gut aufgelegt und die Chemie zwischen ihnen passt, so dass die Kabbeleien der beiden im Mittelteil durchaus Spaß machen.

Der Rest ist Schmarrn.

Da werden Angestellte in ihre Büros gesperrt, wenn der Tresorraum betreten wird, die Wachen bewegen sich steif wie Roboter und drehen natürlich nur alle 12h eine Runde. Den Tresorraum betreten die beiden oft, aber nur einmal sichern sie die Tür, nur um sich dann selbst einzusperren. Überhaupt geht alles schief, aber im Fall von mehreren Tagen ohne Essen und Trinken hat das auch keine besonderen Auswirkungen. Am Ende muss noch jemand in eine Kugel springen, damit für Drama gesorgt ist.

Und die Szene, in der geifernde Männer zur Kasse gebeten werden, damit sich eine Frau auszieht und dann wie eine Aufziehpuppe benimmt ("Papi ist ganz lieb!") ist schon ziemlich abgebrüht widerlich.

Mit einer Laufzeit von knapp zwei Stunden ist der Film auch noch deutlich zu lang geraten und viel zu behäbig inszeniert. Der deutsche Alternativtitel ergibt auch absolut null Sinn. Ach ja, und obwohl der Film an Weihnachten spielt, kommt hier keinerlei weihnachtliche Stimmung auf.


Nee, das taugt mal so gar nicht, kann nicht mal durch Bronson und Delon gerettet werden. Mängel wohin man sieht.

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