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Freitag der 13....man kann diese Reihe entweder lieben oder hassen. Als Reaktion of Halloween (1978), wodurch das Slasher Genre Anfang der 80er wirklich richtig aufblühte, drehte der spätere Produzent Sean S. Cunningham den ersten Film der Freitagreihe, die aus welchen Gründen auch immer zu mehr Ruhm unter Genrefreunden gelang als so mach anderer (und besserer) Film dieser Manier.
Meine Wertung bezieht sich stellvertretend auch auf alle Sequels dieser Reihe bis einschließlich dem 4. Teil, da (bis auf einige spezielle Gewaltexzesse) kaum Unterschied zwischen all denen besteht.

Grundsätzlich geht es in der Serie um die Geschehnisse am Crystal Lake, einem Waldsee irgendwo in der Amipampa, in dem der junge Jason Vorheess, verschuldet durch die Unachtsamkeit der Betreuer des hiesigen Jugendcamps ertrinken musste. Aufgrund dieses Vorfalls türmen sich in nunmehr zehn Teilen und einem Kombo-Sequel (mit Freddy Krüger) die Leichen zu wahren Fleischbergen, da in jedem Film rachsüchtiger Schlitzer im Camp sein Unwesen treibt. Nachschub bekommt er ja Film für Film immer wieder, da die Kiddies ja irgendwie erst dann davon etwas zu wissen beginnen, wenn sie schon da sind. Und so wird das Schlachtfest eingeläutet, bis am Ende nur noch eine, höchstens zwei Person(en) übrig ist (sind), die es Jason (oder für Teil eins seiner lieben Mutti) richtig schwer macht. Nach einer allüblichen Traumsequenz ist dann das Ende des Films meistens völlig offen, und man freut sich schon darauf, sich den nächsten Teil reinzufahren.
Das Aufkommen der DVDs Ende der 90er hat Paramount scheinbar gut genutzt, den ganzen Schmus ungeschnitten auf Scheiben zu bannen und auf den Markt zu werfen, wodurch unzählige Slasherabende mit der Reihe möglich geworden sind (dank diverser Onlineshops trifft dies auch auf die beschlagnahmten Teile 3 und 4 zu).

Ich persönlich finde die Reihe recht unterhaltsam, liegt auch daran, dass ich grundsätzlich keine Zeit darauf verschwende, mich über Logiklücken aufzuregen. Dazu kommt noch, dass bei passendem Gorefaktor auch über absolute Handlungstransparenz und Vorhersehbarkeit hinweggesehen werden kann, auch unter dem Aspekt, die naive 80er Jahre Zeit als Entschuldigung für simpel gestrickte Plotmuster gelten zu lassen. Will sagen: einfach zurücklehnen, außer Teeniemetzelei nicht allzu viel erwarten und eben dies genießen. Der sympathische, wortgewandte Jason wird ja mitunter auch recht kreativ beim Töten und so mancher Akt lässt einem durchaus einen Schauer (Schmuntzler?) über den Rücken fahren.

Nur für alle, die von der Reihe bisher nur gehört haben, und von dazu im Anklang stehenden Beschlagnahmungen – stellt euch nicht allzu viel darunter vor. Es gibt weitaus härtere Filme als diese Serie. Schlecht ist sie deswegen dennoch nicht. Ich persönlich finde Halloween gruseliger, Nightmare on Elm Street anspruchsvoller und Day of the Dead splattriger, aber die Freitagreihe ist eben vor allem eins – grundsolide und geradlinig in ihrer Machart.
Ich vergebe 8/10 wegen Achtziger-Bonus. ;-)

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