Auf dem Camp Crystal Lake liegt ein Fluch, seitdem dort vor vielen Jahren ein Junge ertrank und ein Jahr später sogar zwei Teenies ermordet wurden. Der neue Betreiber will das "Camp Blood", wie es die Einheimischen nennen, trotzdem wieder eröffnen, ein paar unerschrockene junge Leute helfen ihm dabei. Sie ignorieren die Warnungen eines verrückten alten Mannes, bis der unbekannte Mörder wieder zuschlägt ... Auch wenn dieser alte Slasher ein wenig angestaubt wirken mag, da die kleine Produktion ohne haarsträubende Stilmittel wie heutige Teenieslasher auskommt, so hat er für den Genrefan kaum etwas an seinem originären Reiz von damals verloren. Genau so wie bei "Halloween" verbirgt sich keine große Idee hinter "Freitag Der 13.", sondern eine stimmige Umsetzung, hier mit dem offensichtlich banalen Ziel der blutigen Unterhaltung, die auch im Drive In funktioniert. Der Bodycount stimmt, die guten SFX von Tom Savini werden nur leider meistens erst am fertigen Opfer präsentiert. Die Stimmung zieht zwischen den Camper- und Teenie-Techtel-Mechtelszenen immer wieder mit Spannung an, ab der Hälfte taucht Sean S. Cunningham sein Schlitzerszenario passend in einen Sturm mit viel Regen. Vorbei ist die schöne Zeit, mal abgesehen von humorig makaberen Leichenfunden der ahnungslosen Verbliebenen oder der Auflösung, die nicht (wie oftmals fälschlich angenommen) Jason Vorhees als Täter entblättert. Der tritt erst im zweiten Teil wirklich in den Vordergrund und mit Eishockeymaske sogar erst im dritten Teil. Dafür gibt es u.a. ein feminines Duell mit Bratpfanne und Machete, das von dem unterschwelligen Humor zeugt. Während man sich beim Drehbuch von einigen Genregrößen wie "Halloween" beinflussen ließ, klauen sich die unzähligen Rip Offs meist auch nur ihre Zutaten aus diesem Klassiker zusammen, was in denen oftmals für weniger Aufsehen sorgt. Dieser von vielen zum Kult gekürte Streifen, der zwar nicht mehr so herbe wirkt wie damals und in punkto Gore von einigen Nachahmern klar übertroffen wird, hat dafür den Bonus der simpel gestrickten, aber funktionierenden Horrorunterhaltung. Die subjektive Kamera gibt bis zum Schluss die Identität des Mörders nicht preis, der stets mit dem markanten Score von Harry Manfredini auftritt, welcher zu einem Markenzeichen der nachfolgenden Serie an Sequels wurde. Wer große schauspielerische Leistungen erwartet, wird selbst von Kevin Bacon in jungen Jahren nicht viel sehen, lediglich Patsy Kensit ragt ein wenig über den Teenie-Rand hinaus. Filmisch kann man das zwar heutzutage als mittelgroße Niete ansehen, als anspruchsloser B-Movie, der dem damaligen Bedürfnis des Publikums nach dem großen "Halloween" nacheiferte, ist das jedoch gelungen. Schnell und billig abgedreht gab Sean S. Cunningham, der schon zuvor den Schocker "The Last House On The Left" produzierte, dem Publikum, was es wollte. Nicht umsonst kopieren Camperslasher bis heute dieses alte Werk oftmals bis in das Detail, mal abgesehen von dem sauberen Schockerende.
Fazit: Der erste reine Camperslasher, noch immer ein sehenswertes Original. 8/10 Punkten