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Harmlos fing es an. Beim ersten Teil der ,,Freitag, der 13."-Reihe mordet Jason´s Mutter und nicht wie viele glauben, Jason höchstpersönlich. Das wird den ganzen Film über auch schön geheim gehalten, da man die Gestalt der mordenden Person nie sieht. Vom Härtegrad her ist der erste Teil mit Sicherheit der schwächste, aber das stört auch nicht allzu sehr, denn dafür hat man ja noch die anderen Teile. Die Story ist dünn wie Esspapier und dient als Vorwand für die Metzelideen, das ist ja klar. Aber das erleben wir in jedem Teil immer wieder. Einige Teenies wollen das Camp am berüchtigten Crystal Lake wieder aufpeppen und das gefällt Jason´s Mutter gar nicht. Als Kulisse dient hier die Umgebung des Crystal Lakes. Die Holzhütten, der Wald außenrum und der See selbst bauen die in den späteren Teilen auch noch erkennbare ,,Freitag, der 13."-Atmosphäre auf. Und nachts wirkt das alles selbstverständlich noch gruseliger. An anderen Orten spielt der Film eigentlich nicht.

Regisseur Sean S.Cunningham (,,House" 1986) drehte diesen Slasher ohne Vorahnung, dass er so bekannt und beliebt in der Welt werden würde. ,,Freitag, der 13." kennt einfach jeder, aber gesehen haben ihn die wenigsten, was darauf zurückzuführen ist, dass er nie im Fernsehen läuft (höchstens mal auf Premiere, aber das in einer stark geschnittenen 16er-Fassung). Alle Sequels sind ja entweder indiziert oder beschlagnahmt und nur schwer zu bekommen, da kann man nichts machen.

Es gibt sogar etwas Prominenz in diesem Schlitzerfilm. Kevin Bacon (,,Hollow Man" 2001, ,,Apollo 13" 1995) wirkte mit und darf sogleich bei der berühmten Pfeilszene ins Gras beißen. Warum diese oft als berühmt genannt wird, kann ich mir allerdings nicht erklären. An der Szene ist eigentlich gar nichts besonderes (im Gegensatz zu Maniac´s Kopfschussszene). Ansonsten bekommt man Kehlenschnitte und ähnliches zu sehen. Da ist nichts weiter nennenswertes dabei. Außer vielleicht die Szene, in der eine junge Frau eine Axt in den Kopf bekommt. Das sieht wirklich ziemlich hart aus. Am Werk war ja auch ,,The Master of Gore" Tom Savini, der sich gleich nach ,,Zombie" von George A. Romero an das Set von ,,Freitag, der 13." begab, um hier seine Meisterarbeit zu präsentieren.
,,Freitag, der 13." wird oft als Halloweenkopie hingestellt, aber ich würde eher sagen, dass es ein Schwesterfilm ist. ,,Freitag, der 13." hält sich in der brutaleren Ebene und ,,Halloween" konzentriert sich noch eher auf die Story. Während bei ,,Freitag, der 13." mit den anderen Teilen immer neue Personen eingeführt werden, die sowieso gleich sterben, gibt es bei ,,Halloween" festgelegte Darsteller, die den Verlauf der Geschichte in den weiteren Teilen begleiten.

Fazit: Der relativ harmlose, aber unterhaltsame Auftakt zu einer Slasherreihe, die Geschichte schrieb!

8/10 Punkte

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