Als Kind sah ich immer wieder das Cover und hörte viele Geschichten über den Film. Aus den Aushangfotos und vielen Erzählungen von Erwachsenen die den Film sahen, sponn ich mir mein eigenes Werk zurecht, das mich mit Angst erfüllte. Einige Jahre später kam dann die Ernüchterung der Realität. Mit Phenomena und Tanz der Teufel in den Knochen war Freitag der 13.te nur noch ein lauhes Lüftchen. Ein unblutiger Langweiler den ich dann lange Zeit verkannte. Durch diesen ersten enttäuschenden Teil, hatte die Reihe irgendwie den Reiz verloren und durch Zufall bekam ich Teil 7 zu sehen, den ich ebenfalls schrecklich fand. Damit war die Serie für mich endgültig erledigt. Erstmal! Irgendwann schaute ich mir Teil 1 noch einmal an und begann die Atmosphäre aufzusaugen. Das "Camp Blood" mitten in dieser wunderschönen Idylle, war ein astreines Setting. Die Zutaten waren genau die die ich sehen wollte und wunderte mich darüber was ich damals so schlecht an ihm fand. Die Morde sind absolut sehenswert, da kein Geringerer als Tom Savini am Blutregler saß. Besonders die letzte Szene von Kevin Bacon ist einfach klasse inszeniert. Hier ist Mord noch Kunst und kein Zeichen von Ideenlosigkeit. Die Musik ist trotz deutlicher Orientierung am Psycho Score einfach hervorragend. Gerade die nicht wegzudenkende Echowelle bereitet einem unglaubliche Lust auf die Reihe.Aber das ist nicht die einzige Anleihe an Psycho, der neben Halloween wohl Pate gestanden hat.Die um 180 Grad gedrehte Mutter/Sohn Beziehung scheint ebenfalls die Schreiber inspiriert zu haben.Die Spannung war 1980 zwar mit Sicherheit um ein vielfaches höher, doch auch jetzt noch erfreue ich mich an der feinen Optik und an diesem Wohlbehagen, einen Slasher aus guten alten Tagen zu sehen. Freitag der 13.te gehört zumindest zu den Filmen die man als Filmliebhaber gesehen haben muß, ist er doch wohl einer der Hauptvertreter für ein komplettes Genre.