Zwei Jahre nach "Halloween - Die Nacht des Grauens" schickte Sean S. Cunningham seinen "Freitag der 13." in die Kinos, mit der eine Horrorserie begann, die bis heute kein Ende gefunden hat. Die Geschichte ist im groben ähnlich und einfach gestrickt wie "Halloween":
Einige Jugendliche wollen ihre Ferien im Camp Crystal Lake verbringen. Genau an dem Ort, wo vor einigen Jahren ein kleiner Junge im See ertrunken ist, weil die Betreuer nicht auf den Jungen aufgepasst haben. Desweiteren wurde das Camp einige Zeit später aufgrund von einer grausamen Mordserie geschlossen. Der Mörder wurde nie gefasst und trotz Warnungen will eine Gruppe Jugendlicher ihre Ferien dort verbringen. Zunächst einmal gilt ein junges Mädchen "nur" als vermisst, doch dann gehen die Morde am Crystal Lake erneut los...
Oftmals wird "Freitag der 13." als eine billige Kopie von "Halloween" angesehen, was ich so nicht nachvollziehen kann. Sicherlich kommt in "Freitag, der 13." nicht so eine spannende Atmosphäre auf wie in "Halloween", aber dennoch gelingt es dem Regisseur den Zuschauer zu schocken. An einigen Stellen ist der Film jedoch zu einfach gestrickt, was auf Schwächen des Drehbuches hinweist. Außerdem hat Regisseur Cunningham einiges bei John Carpenter abgeguckt.
"Freitag der 13." überragt durch die gut platzierten und inszenierten Morde von Tom Savini ("Dawn of the dead"), die sogar aus heutiger Sicht noch sehr interessant und gut gemacht sind. Bis dato ging ein Film selten, so tabulos mit Morden an Menschen um, wie "Freitag, der 13.", als Ausnahme wäre da Wes Cravens "Last house on the left" zu nennen, welcher ebenfalls von Cunningham produziert wurde. Die Musik (kill, kill, mum, mum) von Harry Manfredini ist sehr beeindruckend und steuert einiges zum Spannungserhalt zu. Die Darsteller sind nicht gerade die besten, was aber nicht so sehr stört. Erwähnenswert ist die Rolle von Kevin Bacon.
Nie hätte Regisseur und Produzent Cunningham gedacht, dass er mit dem für 500.000$ produzierten "Freitag der 13." einen solchen Erfolg verbuchen konnte, denn der Film spielte ca. 37 Millionen Dollar ein. Eigentlich sollte dieser Film nur als Überbrückung zu einer später produzierten TV-Serie dienen, mit der Produzent und Regisseur Cunningham Erfolg haben wollte.
Mein persönliches Fazit ist, dass "Freitag der 13." gleich hinter "Halloween" zu den besten und auch wichtigsten Horrorfilmen der 70/80er Jahre zählt. Der Film hat eine, für einen Horrorfilm, interessante Handlung mit einem "überraschenden" Ende, sorgt für Spannung und enthält gut inszenierte Morde.
Nicht so genial wie "Halloween" aber dennoch:
10/10 B. Vaupel