Freitag der 13.
Dieser hochgejubelte Horrorfilm ist wenn man so will die Mutter aller trashigen Slasher Streifen. Der Film ist einfach mehr als überschätzt und bei einem so albernen Mörder (nein, nicht Jason!) kann ich auch nicht verstehen das es so eine Menge an Fortsetzungen geben musste. Halbwegs logisch ist das die anderen Filme auf Teil 2 folgten weil Jason ja doch halbwegs viel Können vorweisen kann.
Also erstmal zur dünnen Geschichte des Films:
Ein paar Jugendliche wollen ein scheinbar verfluchtes Camp wiedereröffnen unter der Aufsicht von Steve, einem Typen mit Brille, Disco Frisur und Regencape. Und als hätte der verrückte alte Ralf sie nicht alle vorher gewarnt, beginnen die Leute im Camp der Reihe nach zu sterben.
Am Ende stellt sich dann heraus (ich werde hier ein Bisschen Spoilern, da den Film ja sowieso jeder kennt) das der Killer eine gewisse Mrs. Vorhees ist, eine Psychopatin deren Sohn Jason in den 50er Jahren im Camp ertrunken ist. Am Ende dann wenn schon bekannt ist, wer die Morde begeht und nur noch eine Camperin übrig ist die sich gegen die Irre zu wehren hat kommt man trotz der vorherigen Langeweile aus dem Lachen nicht mehr raus: Nicht nur das Gerede von Mrs. Vorhees mit verstellter Kinderstimme sondern auch das DUMME und unlogische Verhalten der Camperin, die hier wirklich die Blödheit in Person ist: Sie könnte mit dem Auto schon lange weggefahren sein aber nein, mit dem Auto kann man ja nicht fahren, weil eine Leiche hinten drin liegt, also rennt man lieber allein in den dunklen Wald. Dann schafft sie es mehrmals die Mörderin bewusstlos zu kloppen und statt sie in diesem Zustand zu töten stupst sie Sie lieber in aller Ruhe an und geht dann langsam davon.
Auf so einen Schwachsinn muss man erst mal kommen, in der Situation... Naja wie schon gesagt kann ich mir den Erfolg dieses Dillethantisch Films nicht erklären, da er eigentlich einfach nur schlecht ist. Die Schauspieler sind richtig mies (sogar der damals junge Kevin Bacon), Stimmung kommt auch keine ernsthafte auf, man kann zwar ein paar Mal über die einigermassen blutigen Morde lachen aber dabei bleibt es dann. Mehr als Trash und bescheuerte Dialoge bietet der Film nicht, was ich keinem Film übel nehme. Aber leider ist er auch noch sehr langweilig. Naja wenn man mit mehreren Leuten einen Videoabend macht kommt Freitag der 13. sicher ganz lustig aber im Grunde ist er nicht allzu viel wert. Lustig und Unterhaltsam ist er sicher aber es gibt niemals auch nur entfernt die gute Horroratmosphäre eines "Nightmare on Elm Street Films". Zum Abschluss noch ein paar originale Filmzitate:
Polizist: "Hast du einen durchgezogen?"
Camper: "Geraucht meinen sie? Tu ich nie, kriegt man Krebs von!"
Polizist: "Du weisst was ich meine, oder bist du von nem anderen Stern?! Kolumbianisches Gold, Mann! Gras, Hasch, noch nie gehört?"
Camper: "Wovon redet der Onkel?"
Polizist: "Komm dir nicht so schlau vor!"
Camper: "Ich? Ich bin doch doof wie ne Hupe."
Auch lustig ist das Gerede des alten Säufers Ralf der immer ganz überraschend auftaucht um die Leute vor dem Blut Camp zu warnen. Diesmal kommt er sogar ganz plötzlich aus einem Schrank (!):Ralf: "Verflucht ist dieser Ort, mit dem Fluch des Todes! Ihr seid alle verdammt wenn ihr bleibt! Geht! Geht!“ Und jetzt noch kurz die wohl lustigste Stelle: Mrs. Vorhees (mit billig verstellter Kinderstimme): "Töte sie Mammi, töte sie! Du darfst sie nicht am Leben lassen! Wo sie sich auch versteckt!"
Wem das immer noch nicht reicht, der sollte mal einen Blick in diesen Film riskieren, wer jetzt abgeschreckt ist verpasst auch nichts. Für den schön hohe Trashfaktor und die unfreiwillige Komik gibt's von mir 7 Punkte.