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Die Einheimischen warnen die junge Annie noch, ist sie doch auf dem Weg in das wiedereröffnende Camp am Crystal Lake. Vor einigen Jahren ertrank hier ein Junge, nachdem das Personal seine Aufsichtspflicht verletzt hatte und seitdem gilt das Camp als verflucht. Und tatsächlich, nach einer Weile dezimiert jemand die Anzahl der Anwesenden nach und nach.

So richtig spannend ist das zwar nicht und der Showdown ist eine Ecke zu lang geraten. Und doch erschafft der Film immer wieder eine durchaus einnehmende Atmosphäre. Das liegt auch an der guten Kameraarbeit. Diese bedient sich auch mal einer beobachtenden Perspektive, was durchaus einen Effekt erzielt. Dazu kommen vermehrt Einstellungen aus der Sicht der handelnden Person, meist der des Killers, gegen Ende dann aber auch aus der eines vermeintlichen Opfers.

Der Cast ist mit überwiegend austauschbaren Figuren befüllt, bekanntestes Gesicht dürfte Kevin Bacon in einer frühen Rolle sein. Die Kills sind kurz, aber mit guter Effektarbeit versehen. Verantwortlich zeichnet hier Tom Savini, der trotz des geringen Budgets was Brauchbares zaubert. Apropos Budget, dieses wird mit 550.000 Dollar angegeben und für solch eine Produktion kommt der von Sean Cunninham inszenierte Begründer der Slasher-Reihe durchaus ansehnlich daher. Das abgelegene Camp, die fehlenden Kommunikationsmöglichkeiten und ein heftiges Unwetter tragen dazu bei. Gerade in der zweiten Hälfte zieht der Film merklich an.

Trotzdem bleibt es hier bei einem recht einfach gestrickten Genrefilm, wenn auch mit einem gewissen Kultstatus. Ist die Katze gegen Ende erst mal aus dem Sack, zieht sich die finale Konfrontation doch etwas und mag außer dem Versteckspiel nicht viel zu leisten. Negativ fällt hier auch der (wie immer) völlig unnötige Tiersnuff ins Gewicht.

Als Begründer der Freitag-Reihe wohnt dem Film etwas Besonderes inne, auch im Hinblick auf die Auflösung. Und die typische Formel „junge Leute + Drogen + Sex = Ableben“ findet sich auch schon wieder, ebenso die für die Serie ikonische Lautmalerei. Ein insgesamt nicht überharter, doch atmosphärisch gelungener Slasher mit ein paar negativen Eigenschaften, der aber trotzdem immer noch eine Pflichtveranstaltung für Genrefreunde darstellt. Und das trifft immerhin nicht auf alle Teile der Serie zu.

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