Review

Kürbismatsch & Slasherquatsch

Als einer der ultimativen "So bad it's good"-Slasher der 80er sollte man "Hack-O-Lantern" auf jeden Fall mindestens mal gesehen haben. Erzählt wird aus einem ländlichen US-Dörfchen, in dem kurz vor Halloween ein Killer mit Satansmaske umgeht und mordet - und das eh schon immer von teuflischen Sekten und Messen geplagt wurde...

Nur echt mit Pentagramm au'm Arsch!

Nie ernst zu nehmen, sehr funny, teils freizügig und blutig, immer strunzdumm. "Hack-O-Lantern" ist ein unheimlich trashiger Teufelsbraten. Zwischen Karnevalsdiscount und Oktoberschulball, kann ich ihm in seiner Naivität und Bodenständigkeit kaum etwas vorwerfen, gar nicht allzu böse sein. Trotz durchaus unwiderlegbarer Langeweile meinerseits. Nah am Amateurbereich, sehr sympathisch, nie auch nur ansatzweise gut. Ein paar schöne Sonnenuntergänge über Scheunen und Weiden. Man kann ihn sich wunderbar mit ein paar Kumpels schöntrinken. Man muss es sogar, denn ernsthaft geguckt könnte er kaum lahmer und langweiliger sein. Selbst jetzt zur spooky Saison. Selten gab's mehr Kürbis, orange Flaggen und Sonnenlaub in einem Film. Vielleicht ist's aber auch nur das vergilbte Bild. Von der Killermaske über ein paar kreative Kills oder bizarre Traumsequenzen bis hin zur unnötig verschwurbelten Familienstory im Kern - "Hack-O-Lantern" kriegt wenig kohärent auf die Reihe, ist aber dennoch eine ehrliche Haut. Alles plätschert vor sich hin wie eine abgelaufene, mit Blut versetzte Kürbissuppe. Man muss schon einen argen Hang zu Halloween, zu Slashern, zu Trash haben, um hier auf seine Kosten zu kommen. Aber ja, bei mir geht die Rechnung auf. Einigermaßen. 

Näher an Ed Wood als an John Carpenter

Fazit: definitiv ein "Klassiker" des schlechten Halloweengeschmacks... Ein völlig inkompetenter, aber trotzdem sehr lustiger und "oranger" Trashslasher!

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