Britischer „Hammer“-Horrorfilm aus dem Jahre 1971 von Regisseur Peter Sasdy. „Hände voller Blut“ spinnt eine Fortsetzungsgeschichte zu den Ereignissen um Serienmörder „Jack The Ripper“, in der dessen traumatisierte Tochter, sehr schön gespielt von Angharad Rees, die Hauptrolle einnimmt. Die zweite Hauptrolle hält Eric Porter als von Anna fasziniertem Wissenschaftler Dr. Pritchard inne, der versucht, ihrem Trauma mit modernen wissenschaftlichen Methoden wie der Freud’schen Psychoanalyse beizukommen, sich dabei aber immer mehr in Abhängigkeiten und Mitschuld verstrickt. Klar, der Bezug zu „Jack The Ripper“ erscheint arg konstruiert, dafür überzeugt „Hände voller Blut“ aber vom ersten Moment an mit einer tollen Ausstattung in Form von ambitionierten Schauspielern, formidablen Kulissen, passender Filmmusik und nicht zuletzt überraschend blutigen und brutalen Mordszenen, was zu einer unangenehmen, aber wirkungsvollen Atmosphäre führt. Leider wird der wissenschaftliche Aspekt der Handlung irgendwann komplett über Bord geworfen, als eine Wahrsagerin, nachdem Dr. Pritchard permanent auf der Stelle tritt und mit seinen Forschungen am lebenden Objekt kein Stück weiterkommt, mir nichts, dir nichts das Geheimnis um Anna löst und damit sämtliche tiefenpsychologische Bemühungen ad absurdum führt. Das ist schade, wenngleich Sasdy mit einem kunstvoll inszenierten Finale der etwas flachen Geschichte sein filmisches Geschick entgegensetzt und den Schlusspunkt unter diesen interessanten, etwas experimentellen Genre-Beitrag setzt.