Ein amerikanischer Autor wettet mit seinem Verleger, dass es ihm gelänge, innerhalb von 24 Stunden einen Roman zu schreiben. Was es dazu braucht, ist natürlich etwas Abgeschiedenheit und so vermittelt ihm der Verleger ein einsames Landgut in Wales, das aber eine latent beklemmende Atmosphäre ausstrahlt. Der Schriftsteller zieht dennoch ein, versucht mit dem Schreiben zu beginnen ... doch schon bald tauchen ständig neue zwielichtige Gestalten auf, die, wie sich herausstellt, alle zur Familie Grisbane gehören, den früheren Besitzern des Anwesens. Und genau so bald wird klar, dass das Haus und die sonderbare Familie ein düsteres Geheimnis verbergen ... denn immer mehr der Anwesenden fallen einem mysteriösen Mörder zum Opfer.
Es ist ja schön, dass in einem Film die Creme de la creme des klassischen Horrorkinos versammelt ist. Vincent Price, Peter Cushing, Christopher Lee und John Carradine geben sich hier die Ehre, wen auch schon in reichlich ergrautem Zustand. Nicht schön ist, dass sich die weiteren Darsteller an Farblosigkeit schier gegenseitig übertreffen.
Schön ist auch, dass der Regisseur versucht, mit traditionellen Mitteln, ohne große Effekte, eine schaurige Stimmung zu schaffen. Nicht schön ist, dass das immer nur phasenweise gelingt. Denn kaum ist eine unheimliche Atmosphäre erzeugt, leistet sich der Film immer wieder kleine Albernheiten, die alles zusammenbrechen lassen und ins Lächerliche ziehen. Leider viel zu oft.
Letztlich ist schön, dass die Inszenierung durch einige Twists, vor allem am Ende, zu überrraschen vermag. Nicht schön ist, dass das vorherige Geschehen aber unglaublich zäh daher kommt und mit viel zu vielen ermüdenden Dialogen versehen ist. Auch die Laufzeit ist 20 Minuten zu lang.
Fazit:
Das HAUS kann man ansehen, mit den berühmten Klassikern kann der Film aber nicht mithalten. Interessant daher, wie viele 10er-Wertungen es hier gab. Da fragt man sich schon, was dann Filme wie CITIZEN KANE, 2001, IRREVERSIBLE etc. erhalten, 20, 30 Punkte?
5/10