"Das Haus der lebenden Leichen" ist ein Versuch, ein Serienkiller-Porträt a la Maniac mit Anleihen bei Hitchcocks Psycho aufzupeppen, in dem freilich keine lebenden Leichen umherwandeln, sondern ein schizophrenes Bürschlein, dass nach dem Tod seiner Mutter am Rad dreht und allerlei Damen mit´nem Flammenwerfer grillt. Über die haarsträubende Küchenpsychologie mag man noch gnädig hinwegsehen, aber der Streifen ist dazu sehr billig, was im Genre ja keine Seltenheit ist und im Grunde noch kein Problem darstellt, hier eben aber auch dazuführt, dass der Gore-Gehalt gegen Null geht, da nach der ersten Röst-Action (das Opfer ist übrigens nackt, was dann wohl auch der einzig plausible Grund für die Indizierung wäre) wohl schon das Budget "verbraten" war und alle folgenden Morde nur angedeutet werden. Nun gut, Gore ist nicht alles, aber auch sonst sieht´s eher mau aus: anstatt Spannung aufzubauen, werden hier lieber belanglose Szenen wie ein Anzugkauf minutenlang zelebriert; die Uralt-Tour mit den Stimmen aus dem Off soll dem Zuschauer das Gruseln lehren (Gähn). Interessant ist der Streifen eigentlich nur dann, wenn Donny von gräßlichen Visionen über die Rückkehr seiner Opfer visioniert, so z.B. bei einem krassen Alptraum und dem im wahrsten Sinne des Wortes infernalischen Ende. Betreffende Szenen sind schon einigermaßen beängstigend und zudem mit der passenden Mucke versehen, der Film als ganzes aber wie gesagt eher unspektakulär. Eben ein typischer "Kann man sehen, muss man aber nicht"-Film.