6
Diese interessante PSYCHO-Variante ist eine echte kleine Entdeckung. Die Nummer mit dem abartigen Feuerfetisch ist mal was anderes. Nur ein einziges Mal wird der Film explizit, ansonsten begnügt er sich mit einer trostlosen und unterschwellig recht kranken Stimmung. Der von Dan Grimaldi intensiv gespielte Irre zeigt die typischen Obsessionen und Ritualverhalten eines geisteskranken Serienkillers, das ist schon recht realistisch. Und selbstverständlich gab es da ein verstörendes Schlüsselerlebnis in der Kindheit. Und natürlich steht das Muttersöhnchen noch immer unter der Fuchtel seiner verstorbenen, dominanten Mama. Sigmund Freud lässt grüßen. Ich fand den grimmigen Horrorthriller insgesamt recht gelungen, auch wenn die Handlung sehr dünn ist. Später war mir dann ein bisschen zu viel Discogetanze drin. Das obskure Ende scheint sich William Lustig für seinen MANIAC abgeguckt zu haben.
2
Donny Kohler wurde als kleiner Junge jedesmal, wenn er gegen die Moralgesetze verstiess, von seiner Mutter mit einer Gasflamme bestraft. Als junger Mann hat er nun 'ne ziemliche Schraube locker, denn jedesmal, wenn er ein lasziv wirkendes Girl sieht, schleppt er sie in sein (natürlich abgelegenes) Haus und brät sie mit einem Flammenwerfer. Dann steckt er die Tote in die Kleider seiner Mutter ... Wieder mal eine Titel-Verarschung hoch drei: Von lebenden Leichen keine Spur. Der langweilige Pseudo-Schocker von Joseph Ellison, der mal wieder den Sigmund Freud bemüht, um die Taten des irren Donny zu erklären, kam eben zu einer Zeit raus, als gerade die Zombiefilme boomten. Rasch ein neues Titelchen für den deutschsprachigen Markt und ab auf Kassette in die Videotheken. Und unzählige Leichenfans rissen sich vor der Glotze die Haare einzeln aus ob diesem stumpfsinnigen und sogar Hobby-Psychiater zum Lachen bringenden Gähn-Horror.