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„The House where Evil Dwells“ ist zwar ein hübscher Titel und auch im Grund passend, aber dahinter verbirgt sich leider nur ein zahnloser Schnarcher, der nur ein einziges Pfund hat, mit dem er wuchern kann: er wurde von Kevin Connor gedreht, der verantwortlich für alle die Fantasyabenteuer à la „Caprona“ war, an den sich vor allem Kinder und Familien erfreut hatten.

Mit dabei war fast immer Doug McClure, den sie bestimmt noch aus Filmen wie „Der Sechste Kontinent“ und „Tauchfahrt des Schreckens“ kennen. Und auch hier spielt er wieder mit, als Freund der Familie, der dem Ehepaar (Edward Albert, Susan George) das fluchbeladene chinesische Wohnhaus in grüner Natur besorgt, was dann dazu führt, dass sich Geschichte wiederholt.

Im Häusle spuken nämlich drei japanische Kimono-Geister aus dem letzten Jahrhundert und wer am Anfang gut aufpasst beim Off-Monolog, der weiß genau, worauf dieser alte Stinkkäse hinaus läuft.

Von wirklich unheimlicher Atmosphäre kann man nur träumen, denn auch wenn sich die Geister recht regelmäßig die Ehre geben, sind ihre kompetent transparenten Auftritte, nichts was einen Grundschüler noch unter die Decke bewegen würde.

Connor setzt sein Vorhaben zwar technisch kompetent um, aber die Geistereffekte beruhen im Wesentlichen auf geschickten Spiegeltricks, die aber um 1900 schon nicht mehr wirklich modern waren.

Ansonsten muss man dem langsamen Zerfall einer Ehe zusehen, der von den Geistern und zeitweisen Besessenheiten der Eheleute begünstigt wird und wer nicht zu lange auf dem Klo gesessen hat am Anfang, weiß spätestens nach einem Drittel, wie der Hase läuft, kann sich dann aber noch ein knappes Stündchen in der Nase bohren, denn wenn der Film irgendetwas ist, dann überraschungsfrei.

Tatsächlich rennt da auch noch ein japanischer Hohepriester-Zeremonienmeister-Teilzeitexorzist rum, der das Häuschen mal so richtig reinigen würde, aber was immer die mental-kognitiv befindlichen Europäer hier an Goodwill aufbringen, Übernatürliches zu glauben, geht sofort wieder flöten, sobald einer der Geister in einen der Körper schlüpft, was die recht flachen Charaktere noch ein Stück unsympathischer macht. Dass das alles auf einem Roman beruht, ist kaum zu glauben.

Ein relativ angestaubtes und enorm konfektioniertes Stück Gruselkitsch, das dann auch für ein Jahrzehnt Connors letzte Kinoproduktion war (er wurde aber ein sehr erfolgreicher TV-Regisseur) . 3/10








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