Im ausgehenden Jahrzehnt der bunten Achtziger gab es primär im Horrorfilmbereich einige Leute, die es ihren großen Vorbildern nachtun wollten. Die meisten verschwanden nach erfolglosen Versuchen in der Versenkung, gleiches gilt für zahlreiche, talentfreie Mimen. Regisseur William A. Levey drehte 1984 bereits „Monaco Fever“ mit einem damals noch sehr jungen Jean-Claude van Damme, was über die Qualität des vorliegenden Streifens allerdings eher wenig aussagt.
In den 50ern verfolgten einige Rocker die junge Josie, die kurz darauf in Hellgate getötet wurde. Über Umwege gelangt ihr Vater Lucas an ein magisches Kristall, mit dem er Tote reanimieren kann. Drei Jahrzehnte später lauert Geist Josie einem jungen Mann auf, der kurz darauf mit seinen drei Freunden in der Geisterstadt Hellgate erscheint, um den Ort zu untersuchen…
Die Geschichte gleicht einem Flickenteppich, bei dem kaum etwas zusammenpasst und noch weniger erklärt wird. Die ursprüngliche Idee bestand wahrscheinlich aus dem Konzept, Zombies in einer Geisterstadt erscheinen zu lassen, was grob an Fulci angelehnt ist. Das wurde um einige krude Ideen erweitert, wie etwa dem blau leuchtenden Kristall, der wahlweise Goldfische und ausgestopfte Schildkröten mutieren und anschließend implodieren lässt. Aufgrund jener Erfolge lässt man damit das Töchterchen auferstehen.
Die Geisterstadt, die mit ihren schlichten Kulissen an eine alte Goldgräberstadt des Wilden Westens erinnert und in regelmäßigen Abständen von einer Nebelmaschine heimgesucht wird, schürt in einigen Momenten Atmosphäre, doch sobald die dümmlichen Figuren noch dümmere Witze machen, ist es damit sogleich vorbei. Ohnedies handelt es sich bei den Darstellern um wahrlich hölzerne Gesichtsakrobaten.
Mit den Effekten ist es ebenfalls nicht weit her. Es gibt eine Szene mit ordentlich gestaltetem Body-Horror, dazu eine Enthauptung, eine Axt im Schädel und einen Messerstich, ein paar billige Leuchteffekte und gegen Ende immerhin noch etwas Pyrotechnik alter Schule. In Sachen Action allerdings nur einen Stunt, den die Macher so knorke fanden, dass er in Zeitlupe integriert wurde, denn anderweitig wird die Chose reichlich zäh und bewegungsarm vorgetragen.
Das Minimum an Trash wie eine Stofffledermaus an einem dünnen Drahtseil rechtfertigt leider nicht den Rest der langweiligen Darbietung, daran ändert auch ein Can-Can von Jacques Offenbach nichts. Es mangelt an zündenden Ideen, stattdessen mischte man diverse Motive ohne Kontext, wodurch natürlich zu keiner Zeit ein dramaturgischer Faden entstehen kann und der Unterhaltungswert recht mau bleibt.
3,5 von 10