Der deutsche Titel posaunt schon aus, was der Film im Original noch zu verbergen versucht, nämlich dass es sich um einen Hexen- bzw. Hexerzirkel handelt, der sich auf einer Insel vor der US-Küste die Unsterblichkeit bewahrt hat und nun einen Nachfolger sucht, weil einer vor Jahren ausgestiegen ist.
Liest man zwar den Namen Carl Schenkel auf dem Regiestuhl, so enttäuscht der Film, der überdeutlich für das Fernsehen produziert wurde, leider auf ganzer Linie.
Althergebrachte Elemente und Wendungen produzieren nur Langeweile, wenn Denver-Clan-Fallon Pamela Sue Martin mit Tim Matheson im Schlepptau zum Hauskauf auf der einsamen Insel getrieben wird. Erst sieht alles ganz toll aus, dann verändert sich der Ehemann, der Makler ist unauffindbar, ihr Chef ist auch von der Insel, Woody Harrelson als skeptischer Freund fährt von der Klippe, der Hund wird überfahren, die Nachbarin lächelt unheimlich und passt auf...wir kennen das alles zur Genüge...
Gruselig wird’s höchstens durch das mysteriöse Auftauchen von ein paar starrenden Kindern, für die aber nie eine Erklärung geboten wird. Ein Riesenpentagramm im Keller und ein paar Gewittereffekte weisen aber auf mageres Budget hin.
Martin eilt wie immer unwissend durch das Offensichtliche, Matheson nervt einen mit seiner Inselbesessenheit zu Tode, Harrelson muss dringend zum Frisör, alles hundertmal gesehen.
Das Ende kommt dann auch besonders schnell und verblüffend unkompliziert. Martin wird betäubt, dann aber freihändig im Bett abgelegt, worauf sie Gegenmaßnahmen ergreift, z.B. als Angegriffene ihren trauten Gatten niederzustechen. Der schwört darob dem Bösen ab und humpelt mit in die Kirche, wo die Hexer ja machtlos sind (warum das Holzhäuschen dann noch steht, weiß keiner). Trotzdem laufen alle zwölf kreuzdoof an den Altar, wo schon Mathesons Leiche kniet und Martin wirft die Tür zu. Den Rest erledigt der auslaufende Höllenpakt per Blitzschlag und Explosion.
Die im Ruderboot dem Festland entgegenpaddelnde Martin begraben dann schon die Schlusstitel, um den Film endlich über die Runden zu bekommen.
Es muss Schenkels Auftragsarbeit gewesen sein, denn einige Jahre später bewies er mit "Knight Moves", daß er durchaus atmosphärischen Thrill aus der Gruselecke drehen kann, wenn das Drehbuch nicht aus einem Barbara Cartland-Mystery-Roman abgepaust wurde. Ein herzlich öder Schrott. (2/10)