Als ich den Trailer zu diesem Film sah, dachte ich: endlich mal wieder ein guter Film mit Christopher Lambert. Aber weit gefehlt! Im Nachhinein bewundere ich den Schnittmeister des Trailers, der wirklich alle guten Szenen kunstvoll zusammen gesetzt hat.
In der Presse wurde "Beowulf" so beschrieben: "Spannend inszenierter Fantasy-Schocker, untermalt mit guten und brutalen Kampfszenen" (DOOM)
Von Spannung war eigentlich fast keine Spur, eher schläft man bei dieser langweiligen Geschichte ein. Allerdings hält einen dann doch die nervende Technomusik wach. Ich habe nichts gegen Techno, aber zu diesem Film passt diese Musik einfach nicht. Ein Schocker ist "Beowulf" schon eher - das Monster ist sowas von "unscharf", allerdings absichtlich, in Szene gesetzt worden, dass man hier schon den ersten Schock erhält. Dann verliert das Monster einen Arm und alle halten es für tot - sehr realistisch. Ach ja und bei den Dialogen blutet einem dann völlig das Herz.
Total überrascht ist man dann, dass es wenigstens einige wirklich gute Kampfszenen gibt, die teilweise auch Blut fließen lassen. Die Betonung liegt hier jedoch auf einige Kampfszenen, denn all zu viele hat der Streifen nicht zu bieten. Immerhin hat Lambert ein reichhaltiges Waffenarsenal, welches dem Film immerhin einige Pluspunkte verschafft. Das Finale, welches dann doch recht vielversprechend beginnt, ist auch schon wieder zu Ende, bevor man anfängt es zu genießen. Schade drum, da wäre sicher doch wesentlich mehr drin gewesen.
Insgesamt rate ich auf jeden Fall vom Kauf des Filmes ab! Im Fernsehen kann man ihn vielleicht mal über sich ergehen lassen. Falls man großer Lambert Fan ist, lohnt sich vielleicht auch der Gang zur Videothek. Aber einmal sehen reicht allemal, zur Not mit dem Spulknopf in der Hand.
gerade noch 3 Punkte