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In einem schwer bewachten Gemäuer leben mehrere Frauen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, regelmäßig willkürlich Menschen von der nahegelegenen Strasse zu entführen, um sie für allerlei sadistische Spiele zu missbrauchen. Im Kernpunkt der „Handlung“ steht allerdings die Dreiecksbeziehung zwischen Ilsa, Greta und Sabrina, die schlussendlich zu einem Blutbad führt.

Nun gut, was erwartet man schon von einem Film, der „Maniac Nurses Find Ecstasy“ heißt und zudem von Troma publiziert wurde ? Richtig, 73 Minuten Trashunterhaltung auf unterstem Niveau – eben nur was für echte Fans des cineastischen Irrsinns. Und hier wird einem wirklich alles geboten, was man sich unter diesem Stichwort nur vorstellt: Schwachsinnige Story (wenn man sie denn überhaupt als solche betrachten will), miese (aber Gott sei Dank recht wenige) Splattereffekte und jede Menge leicht bekleidete Frauen, die zwar nicht wirklich schauspielern können , aber immerhin größtenteils recht ansehnlich sind. Auch einige männliche Charaktere verkomplettieren den Cast durch ihre nichtige Präsenz, die nur darauf abzielt, einen möglichst schnellen Tod zu sterben, ohne überhaupt einen Satz sprechen zu dürfen.

Ja, das männliche Geschlecht kommt wirklich sehr schlecht weg, dient es hier doch letztlich nur dazu, die sadistischen Neigungen der Protagonistinnen zu befriedigen. Doch nicht nur Männer fallen den „Spielchen“ der Krankenschwestern, die vom Auspeitschen über Treibjagd bis zur Obduktion reichen, zum Opfer, auch einige Frauen müssen hier leiden, und dass in teils arg in die Länge gezogenen Sequenzen, die sehr schnell in Langeweile ausarten. Insbesondere die Jagd auf die Camper und die Striptease-Szene hätte man durchaus kürzen können, wie auch die Ausführungen des Off-Erzählers, der dem Zuschauer einige „Hintergründe“ erläutert und am Schluss sogar versucht, so etwas wie einen Sinn in das ganze Treiben hineinzureden. Sicher auch nicht ganz ernstgemeint, aber auch nicht wirklich lustig, sondern schlichtweg überflüssig.

Doch selbst diese Mängel sind schnell vergessen, wenn am Ende eine Blondine in Strapsen im Hauptquartier der Nurses mit einer Maschinenpistole in der Hand Amok läuft, alle Kolleginnen abmurkst, und nach getaner Arbeit ihren Lieblingscomic zitiert: „There are some innocents to save“. Gute Idee! Leider warten wir auf eine Fortsetzung immer noch.

„Maniac Nurses“ ist Troma-Trash in seiner reinsten Form, mit dem ob des skurrilen Humors und der meist eher geschmacklosen Folterszenen sicher nur die hartgesottensten Fans etwas anfangen können. Die kommen hier allerdings voll auf ihre Kosten.

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