Ein Horrorfilm aus Deutschland, kann das gut gehen? Im Fall von "Anatomie" zumindest ja. Der Film erzählt eine interessante Geschichte und weist auch einige spannende Momente auf. Beklemmend zeigt sich gleich die erste Blutszene, die sich dem Zuschauer ins Gedächtnis hämmert. Für Deuschland kann der Streifen mit einigen blutigen Momenten aufwarten, auch wenn sie nicht gehäuft im Film auftauchen. Aber die hat der Film auch nicht nötig.
Zwar besitzt die Geschichte auch einige Durststrecken, aber diese sind nur selten vorhanden. Weiterhin sticht der Humor hervor. Vor allem Sex ist hier das Hauptthema und kann für einige Lacher sorgen. Hervorragend ist auch der Soundtrack gelungen. Anna Loos, die hier auch schauspielerisch mitwirkte, lieferte einen genialen Song ab. Schauspielerisch sticht allerdings nur Franka Potente hervor, ansonsten bekommt man nur durchschnittliche Leistungen zu sehen.
"Anatomie" sollte man als Horrorfan nicht verpassen! Zwar bedient sich der Film einigen Klischees (zum Beispiel: der Übeltäter steht nach seiner Hinrichtung mehrmals wieder auf), trotzdem ist für Spannung gesorgt! Den Abspann sollte man sich auf jeden Fall ansehen, da der Streifen nach einiger Zeit weiter geht und man einige Studenten bei einem Gespräch über ihre weiteren Pläne belauschen kann.
gute 7 Punkte