Ein Bildhauer, der kunstvolle Wachsfiguren herstellt, überlebt nur knapp einen Brand, bei dem seine geliebten Figuren zerstört werden. Doch er baut ein neues Wachsfigurenkabinett auf, nur verwendet er diesmal Leichen als Grundlage für seine lebensecht wirkenden Figuren. Und die besorgt er auch selbst.
Das Kabinett des Professor Bondi ist ein schöner, klassischer Gruselfilm mit herrlich charmanten Studiokulissen, die bei Nacht ganz wunderbar neblig und menschenleer inszeniert werden. Und ein junger Charles Bronson ist neben Vincent Price mit von der Partie.
Regisseur Andre de Toth setzt die Geschichte routiniert um und hat speziell bei den Horrorszenen im Kabinett und in den nebligen Straßen der Stadt ein Händchen für düstere Atmosphäre. Auch ist die Werkstatt des Herrn Bondi herrlich creepy eingerichtet. Überall liegen Köpfe und andere Körperteile herum, in einem großen Bottich brodelt siedender Wachs und eine schön weirde Maschine wird eingesetzt, um Leichen, pardon, Gipskörper mit Wachs zu übergießen.
Etwas weniger gelungen sind die reinen Dialogsequenzen, die sich ein bisschen ziehen, wobei das aber Jammern auf hohem Niveau ist, denn grad Vincent Price spielt hervorragend und trägt seine Szenen mit seiner Präsenz mit Leichtigkeit.
Zurecht ein Klassiker des gepflegten Gruselkinos. Klasse.