Der Einstieg ist übel: Grabschänder werfen in einer Gruft eingelagerte Giftfässer um, Dämpfe entweichen und erwecken eine junge Frau, die vor einem Monat den Unfalltod gestorben ist.
Bizarrität eins: Nach einem Monat Totenruhe ist sie noch wunderschön (..aber das ist gut so).
Bizarrität zwei: Mama, erst gestern gestorben, schnauft im offenen Sarg zwar auch die Dämpfe ein, bleibt aber brav tot liegen.
Nun startet der Film aber zu einem erotischen Horrordrama mit poetischer Anmut. Eine Freundin, zurück von Auslandsreise, erinnert sich an den gemeinsamen Jungmädchenschwur ("Wir werden immer zusammenbleiben") eilt trauernd ans Grab, findet aber die Totgeglaubte leichtbekleidet, knackig und ein bischen blutig vom erstem Schlachtfest in ihrem schönen und einsamen Landsitz. Nun versorgt die Freundin mit frischem Blut, ritzt sich schon auch mal selbst und versucht das Geheimnis zu hüten. Das alles in idyllischer französischer Provence, mit etwas aristoraktischem Landhausflair, einigen harten Splatterszenen, den Vampira fackelt nicht lange.
Diese findet immer mehr zurück ins Leben, leidet aber unter ihrem Schiksal, "tot" zu sein und wünscht nur Frieden. Das verleiht dem Film nochmals sehr melodische Töne, die ich bisher nur aus dem französischem Horrorfilm kenne.
Am Ende tötet sie ihre Freundin ("Ich bin dein Tod"), ihr Schiksal bleibt offen, doch die Zeichen für ihr Zukunft stehen schlecht, denn ein dem Bluttod entkommes Mädchen und eilt ins Dorf....
Schade daß der Film hier endet und das Ende nicht erzählt wird.
Der Film ist melodisch, poetisch, statt verwesender Trash-Leichen ein knackiger Mädchenpopo und gute Splatterszenen. Die DVD von LaserParadise mit kristallklarem Bild .
Abzüglich der aufgezeichten Schwachstrellen verbleiben somit akzeptable Punkte: 7/10.