Der letzte Film mit Louis De Funes, kurz vor seinem Tod. Das macht den Film doch gleich zu etwas besonderem, denn inhaltlich ist er leider etwas mager. Und auch schauspielerisch ist bis auf den bewährten Louis und deinen Helfern und Helfers Helfern nichts wirklich anspruchsvolles dabei, allen voran die vier vermeintlichen Politessen; keine Schauspieler sonder eher Models (Wurde mir jedenfalls gesagt), und das würde auch die dementsprechende, sehr schwache Leistung erklären, denn eigentlich grinsen sich die Frauen hier nur so durch den Film, ab und zu wird mal ein bisschen Haut gezeigt (Schon damals als Mittel zum Quoten-Plus benutzt), aber lange im Kopf hängen bleiben tut nichts. War der Vorgänger rund um die außerirdische Bedrohung Abwechslung in seiner Perfektion mit wirklich gutem Witz, erscheint der darauffolgende Film wie gesagt blass. Die Story ist mal wieder nicht der rede wert, vier Politessen werden der Reihe nach entführt, wegen irgendeines Schmuckstückes. Da stellt sich die Polizei natürlich quer (oder einfach nur blöd), was das suchen betrifft.
Natürlich gibt es hier schon den gewissen Witz, Louis läuft trotz seines Alters und der Sache mit seinem Herz wieder zu Höchstform auf; Synchrotechnisch hat man sich natürlich wieder angestrengt, der unverkennbare Witz ist auch hier präsent. Einige Löcher im Drehbuch werden allerdings trotzdem mal wieder nicht erklärt, z.B geht die letzte Politesse trotz ausdrücklicher Anweisung, NICHT allein irgendwo hinzugehen... naja, sie werden es sich schon denken können, was jetzt kommt. Für die Anti-Blitzmerker: Eben jene Politesse geht trotzdem stiften, ironischerweise auch noch in einer mehr oder weniger verlassenen Ecke, wo sich prompt enführt wird; man kann sagen was man will, diese Frau hat nicht mitgedacht.
Fazit
Bei weitem nicht der beste Teil der Gendarm-Reihe (Wenigstens fehlt das nervige Gör aus den Erstlingen), aber trotzdem ganz lustig, bis auf einige langatmige Passagen und jenen Stellen, wo man Louis verzweifelt im Bild sucht.
7/10