Selten führte ein Charlie Chan Titel mehr in die Irre als Charlie Chan am Broadway. Zutreffend ist, dass Chan in Begleitung von Sohn Nr. 1 auch im Umfeld der seinerzeit noch nicht so üppigen Leuchtreklame am Times-Square zu sehen sind.
Ein treffenderer, wenngleich weniger zugkräftiger Titel wäre Charlie Chan und die Medien gewesen.
Die gewohnt gut und spannend inszenierte Geschichte um den Mord an einer jungen Frau aus der New Yorker Unterwelt nach ihrer Rückkehr aus dem freiwilligen Exil baut auf brisante Inhalte ihres Tagebuchs, die prominente Persönlichkeiten New Yorks kompromittieren könnten. Dabei stehen die Methoden und Arbeitsweise der Presse und ihrer Geldgeber im Focus der Erzählung. Ein bemerkenswerter Zufall ist dabei, dass der Name des Zeitungschefs Murdock in schon fast prophetischer Weise auf die spätere Übernahme der Fox-Gruppe durch den 6 Jahre vor dem Film in Australien geborenen Rupert Murdoch hinweist...
Eine weitere etwas komplexere Kriminalgeschichte mit Chanismen und weiteren Schmunzelelementen.