Review

Britischer Historienfilm aus dem Hause Korda.

Ein mysteriöser Engländer rettet in Paris Adelige vor dem Wüten der Französischen Revolution - namentlich vor der Guillotine - und bringt sie nach England in Sicherheit. Er firmiert unter dem Pseudonym "Scarlet Pimpernel" und hat einen ganzen Trupp Gehilfen und Spione, die für ihn arbeiten. Dass er sich hinter der Fassade des tüdeligen Aristokraten Sir Percy Blakeney verbirgt (Leslie Howard), ahnt niemand, nicht mal seine Gattin (Merle Oberon); diese wird vom französischen Botschafter (Raymond Massey) erpresst, sie soll die wahre Identität des mysteriösen Rächers herausfinden.

Der Film beginnt äusserst stimmungsvoll und spannend - die legendären Studiobauten von Vincent Korda zaubern ein prachtvoll pittoreskes Paris auf die Leinwand. Die Französische Revolution dient den Machern nur als Vorwand für die Erzählung und wird nicht genauer beleuchtet. Die Gut-Böse-Verteilung ist allerdings klar definiert: Englische Aristokraten gut, Französische Revolutionäre böse.

Bis zur Hälfte ist der Film interessant, eine Augenweide und vor allem sehr witzig. Doch dann beginnt die Dramaturgie plötzlich zu harzen und zu holpern; unwichtige Sequenzen werden über Gebühr in die Länge gezogen, das Ganze wird immer dialoglastiger und die Schauplätze sehen immer ärmlicher aus. Der Showdown schliesslich wirkt billig und überhastet.
Am Ende hat der Film den guten Eindruck, den er zu Beginn machte, zur Hälfte verspielt.

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