Als James und Penelope sich in einem Club kennenlernen, dauert es keine drei Wochen und die Turteltauben sind verheiratet. Doch der Bankier wird nach der Hochzeit völlig von der Arbeit eingenommen. Das hält ihn von Penelope fern, was sie wiederum nicht gerade glücklich macht. Sie will etwas dagegen unternehmen, verkleidet sich schließlich und raubt seine Bank aus. Der Psychiater Greg führt ihr seltsames Verhalten auf die Überarbeitung ihres Mannes zurück. Und als Penelope das Verbrechen sogar gesteht, glaubt Greg ihr nicht, auch weil er ein Auge auf sie geworfen hat. Eigentlich wird Penelope von jedermann gemocht und keiner glaubt ihr, dass sie den Überfall begangen hat.
Penelope ist die nette unbeschwerte Komödie typisch für die 60er Jahre. Trotz mehrfachen Bankraubs und Diebstählen in mehrstelliger geht am Ende alles gut aus und die Protagonisten sind happy. Die titelgebende Penelope wird gleich mal eingeführt, indem sie im old-age-make-up die Bank ihres eigenen Ehemannes überfällt, allerdings nicht aus Habgier, sondern weil dies das einzige ist, was in der eher vereinsamten Ehe noch Freude macht. Treudoof erzählt sie dies auch ihrem Psychater, der in einem Nebenstrang auch prompt heimlich in sie und ihre unbeschwerte Art verliebt ist und sie so vor weiteren Raubzügen abzubringen versucht.
Die Geschichte der Heldin wird dabei recht sprunghaft in einzelnen Episoden wiedergegeben. Natalie Wood gibt als nette, aber naive Kleptomanin eine gute Vorstellung. Überstunden mußten dafür ihre Visagisten und Kostümschneider machen, denn alle paar Minuten wird das Kostüm, die Perücke, das Make-up oder gar alles zusammen gewechselt. Lustig auch der Auftritt von Peter Falk, der noch im Prä-Columbo Stadium den ermittelnden Inspektor spielt, aber schon verdammt nahe an seiner Paraderolle spielt. Man wartet förmlich darauf das er sich nochmal umdreht und nur noch eine kleine Frage hat.
Alles wird dabei charmant erzählt, die Sympathien liegen klar auf Seiten der gutmütigen Diebin, die sich sogar als Täterin anzeigt, als eine Unschuldige eingebuchtet werden soll. Dummerweise glaubt ihr niemand. Der Humor ist dabei zwar oft schon deutlich in die Jahre gekommen, wirkt aber Dank Woods erfrischendem Spiel immer noch recht gut, kann aber einer Blake Edwards Komödie kaum das Wasser reichen.
6/10