Review

„Der Schnüffler“ war Dieter Hallervordens erster richtiger Kinofilm,der mit recht ordentlichen Actionszenen aufwarten kann,auf der typischen „Didi-Klaumauk“-Schiene aber eher enttäuscht.

Herbert Böckmann ist Taxifahrer in Berlin,er bekommt den Auftrag einen scheinbar angetrunken Typen von West nach Ost zu bringen,doch dieser ist bereits tot.Schnell gerät der arglose Taxifahrer in einen Agentenkrieg zwischen KGB und CIA,bei dem nur er selbst zur Aufklärung beitragen kann,indem er den Mörder des Toten ermittelt.

Wer an dieser Stelle den typischen Didi-Klamauk erwartet,wird ein wenig enttäuscht sein,denn der Streifen bietet statt lustigen Albernheiten solide inszenierte Action und einige Verfolgungsjagden und einen seriös agierenden Hallervorden.
Dieser macht seine Sache jedoch erstaunlich gut und zeigt,dass er mehr als Grimassenschneiden drauf hat.Sogar später verwendete Themen aus „Hallervordens Spottlight“sind schon zu erahnen,denn politische Satire ist das Ganze durch und durch.
Ein recht hoher Nostalgiefaktor kommt natürlich auch zur Geltung.Deutschland geteilt,uralt wirkende Autos,zeitgemäße Kleidung und das Bezahlen mit einem 100-Mark-Schein lassen schon so manches Mal verblasste Erinnerungen wach werden.
Es sei noch erwähnt,dass sich auf der „Turbine“-Fassung unglaublich viel Bonusmaterial befindet,wofür sich der Kauf in jedem Fall lohnt - einließlich einer kompletten Folge von „Welle Wahnsinn“,die ein bisschen an „Nonstop Nonsens“anknüpft und Zuschauer,die diese Art von Humor beim Hauptfilm vermisst haben versöhnlich stimmen wird.

Bei weitem nicht so kurzweilig wie darauf folgende Hallervorden-Streifen,aber insgesammt doch recht unterhaltsam.
6 von 10 Punkten

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