Jawohl! Darauf hatte damals die Nation gewartet. Der Star des deutschen Spaß-Films im Kino… und dann auch noch zweimal! Von wem ist denn wohl hier die Rede? "Das muss Didi sein… Das muss Didi, der Doppelgänger sein… Dieser größte Recke der Gegenwart… Das muss Didi sein… Das muss Didi, der Doppelgänger sein… Unser 007 der dritten Art…“ Ja, so lautete der Titel-Song zum deutschen Kino-Schlager des Jahres 1984! Und kann man es den Menschen verdenken, dass sie damals reihenweise in die Kinos strömten? Ich sage: NEIN!
Hans Immer (Dieter Hallervorden), Chef eines internationalen Konzerns, ist Ziel einer Kidnapperbande. Da trifft es sich ganz gut, dass der erfolglose Kneipenbesitzer Bruno Koob dem Multimillionär zum Verwechseln ähnlich sieht. Um den Attacken der Kidnapperbande zu entgehen, heuert Immer den ahnungslosen Koop an, für ein paar Tage in seine Rolle zu schlüpfen. Doch anstatt Opfer der Kidnapper zu werden geht Bruno Koop seinen ganz eigenen Weg und krempelt sowohl das geschäftliche als auch das private Leben von Hans Immer gehörig um…
Hallervorden ist ein Garant für leichte Blödel-Unterhaltung. Das war vor 20 Jahren so und das ist auch noch heute so. Den Zeitgeist der 80er Jahre und einiges, was damit verbunden wird, finden wir in den Didi-Filmen wieder. So auch in „Didi – Der Doppelgänger“. Da ist zeitweise die etwas geschmacksverirrte Kleidung der 80er zu sehen, dann hören wir die elektronischen Einflüsse in der Filmmusik, die die 80er Jahre signifikant prägten und wir ergötzen uns an dem äußerst subtilen Humor. Und gerade dieser Humor (,der vielleicht zur damaligen Zeit dem Publikum noch um einiges witziger vorkam,) bringt vor allen Dingen den Zuschauer, der mit Hallervorden, Waalkes, Krüger & Co aufgewachsen ist, auch heute noch zum Lachen. Und hat man dann vielleicht die eine oder andere Träne (zumeist bedingt durch das Lachen) im Auge, fällt es auch bedeutend leichter, darüber hinwegzusehen, dass die Story an sich (zumindest aus heutiger Sicht) keinen vom Hocker reißen kann.
Bei Filmfreunden, die mit den deutschen Komödien der 80er Jahre groß geworden sind, kommt bei „Didi – Der Doppelgänger“ auf jeden Fall eine schon fast nostalgische Freude auf, wenn alleine schon der Titelsong zu hören ist. Ein zweifacher Dieter Hallervorden, eine ganz witzige Verwechslungs-Story und die Erinnerung an einige Sonntagnachmittage mit Lachkrämpfen… das sind die Dinge, die mir bei „Didi – Der Doppelgänger einfallen.
Und was lernen wir von Didi auf diese unsre Weise? Er hat ne ganze Vogelschar… und nicht bloß eine Meise! Und für diese Vogelschar vergebe ich gerne 7,5 von 10 Punkten!