kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 12.08.2012
Corey Feldman sitzt in der Holzhütte und spielt mit einer Monstermaske über dem Kopf an einem urzeitlichen Computer ein Videospiel. Worauf das hinausläuft, ist klar: Jason wird am Ende mit seinen eigenen Waffen geschlagen.
Zum einen wird die Special-Effects-Schmiede selbstzweckhaft in einen Hinter-den-Kulissen-Kontext gesetzt, denn das Zimmer des Jungen ist voll von Latexmasken und beherbergt auch animatronische Puppen, die kaum mehr Merchandise-Artikel sind und im Film wohl als seltene Sammlerobjekte eines Masken-Nerds zu verstehen sind. Zum anderen bekennt sich der vierte Teil der "Freitag"-Serie damit eindeutig zur Perspektive aus Sicht des Kindes. Im Kontext der Franchise bedeutet das für Jason natürlich wieder einen Blick in den Spiegel, wo er ja immer noch ein Kind auf der rastlosen Suche nach Rache für seine getötete Mutter ist.
Da zwischendrin ja auch mal geschnetzelt werden muss, verirrt sich eine Jugendgruppe auf der Suche nach Spaß in die Wälder, allen voran Crispin "George McFly" Glover, der wie bei "Zurück in die Zukunft" in den 80ern lebt, aber mit seinen Zappelbewegungen eher dem unkontrollierten Rock 'n Roll der 50er nachhängt. Und dabei ist "Das letzte Kapitel" so Eighties wie keiner der Vorgänger - wo sonst würde man einen Computer mit ernster Miene um Rat fragen, wenn es um das eigene Liebesleben geht.
Jason tangiert das alles nicht, er schwingt seine Machete ganz unbeeindruckt von der Zeit, in der er das tut...
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