Review

Robert Townsend spielt einen Lehrer, der im Ghetto von Washington D.C. keinen leichten Job hat. Als er plötzlich von einem Kometen getroffen wird, entwickelt er Superkräfte, woraufhin er sich einer brutalen Bande stellt, die in der Gegend ihr Unwesen treibt.

Mit "Meteor Man" wollte Robert Townsend, der das Drehbuch schrieb und dazu gleich noch Produktion, Regie und die Hauptrolle übernahm, eine Art Antwort auf "Superman", "Batman" und andere Superhelden schaffen. Das einzige was ihm dabei jedoch gelang, war eine der missglücktesten Parodien der 90er, die das Ansehen definitiv nicht wert ist.

Allein handwerklich ist der Film schon ein Desaster. Die Action-Szenen sind ohne jede Spannung inszeniert und langweilen damit größtenteils nur und die wenigen Effekte, die verwendet werden, können allerhöchstens als passabel bezeichnet werden. Hinzu kommen noch das alberne Kostüm, das sich Townsend kreiert hat, und die unauffällige Filmmusik, die weder eine dichte Atmosphäre, noch einen Ansatz von Spannung zu erzeugen vermag. Wenn Townsend dann noch stellenweise damit beginnt, das Erzähltempo zu senken, bietet "Meteor Man" nichts als gähnende Langeweile.

Als Parodie versagt der Film ebenfalls auf ganzer Linie. Denn gute Gags gelingen Townsend gar nicht, genauso wenig wie halbwegs gelungene Seitenhiebe auf das Superheldengenre und auch die wenigen Gags mittlerer Klasse sind dermaßen eng gesät, dass sich allerhöchstens Trashfans amüsieren können. Von hintergründiger Ironie dem Genre gegenüber ist ebenfalls überhaupt keine Spur, auch wenn es Townsend wohl gern anders gehabt hätte.

Damit läuft "Meteor Man" im Endeffekt darauf hinaus, dass die Story, die von naiven Einfällen, dämlichen und kalkulierbaren Wendungen, sowie der desolaten Charakterkonstruktion und weiteren Schwächen nur so überschäumt, über die volle Laufzeit langweilt und keine Abwechslung aufkommt. Die Persiflage scheitert damit auf ganzer Linie und wenn dann auch noch ein vollkommen aus dem Zusammenhang gegriffener sozial-kritischer Ansatz aufkommt, der aufgesetzt und flach ist, und anschließend auch noch in einem kitschigen Plädoyer für Frieden zwischen den Gesellschaftsschichten mündet, wird der Film eher noch schlechter als besser.

Darstellerisch leistet Townsend sicherlich bessere Arbeit, als als Regisseur und Autor, aber auch hier ist es nicht mehr als solide und passabel, was er präsentiert, zumal es wegen der flachen Charakterkonstruktion sowieso nicht sonderlich viel zu leisten gibt. So ist seine Leistung ähnlich wie der gesamte Film: Belanglos und schnell vergessen. Der übrige Cast ist durchwachsen besetzt, so überzeugt James Earl Jones zumindest teilweise, während die eine oder andere Nebenrolle vollkommen desolat besetzt ist.

Fazit:
"Meteor Man" ist eine absolut belanglose Parodie auf das Superhelden-Genre, die weder amüsant noch spannend geraten ist und mit der vollkommen misslungenen Story durchgehend Langeweile erzeugt. Da war selbst Homer Simpson als "Kuchenmann" ein ernster zu nehmender Held.

16%

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