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Aufwändiger heißt nicht immer besser!

Fünf Jahre nach den Geschehnissen von „Pitch Black“ versteckt sich Riddick (Vin Diesel) auf einem Eisplaneten vor den Gesetzeshüter, die ihm auf den Fersen sind. Erschwerend kommt hinzu, dass nun auch noch ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wurde. Insbesondere der Kopfgeldjäger Toombs (Nick Chinlund) erweist sich als ziemlich hartnäckiger Verfolger. Um endlich wieder ungestört sein Dasein fristen zu können, muss Riddick herausfinden, wer das Kopfgeld auf ihn ausgesetzt hat und dafür sorgen, dass dieses wieder zurückgezogen wird. Seine Suche führt ihn dabei nach Helios, denn ausgerechnet Imam (Keith David), einer der Überlebenden von „Pitch Black“, ist für das Kopfgeld verantwortlich.

Konnte der Vorgänger noch mit einer spannenden und unheimlichen Story überzeugen, so findet man hier einen Film vor, der frei nach dem Motto "Hauptsache Teil 2" aussieht.

Regisseur David Twohy scharte ein großes Team von CGI-Spezialisten und Kostümdesignern um sich, welches eine bombastische und epische Optik erschaffen konnte. Dass das gesamte Aussehen nicht weit von der Makellosigkeit entfernt ist, lässt sich nicht bestreiten, jedoch kann man die Handlung durchaus in Frage stellen. Das ist wahrhaftig schade, denn der Vorgänger konnte durch eben diese Spannung und einen gewissen Gruselfaktor entfachen.

Zusätzlich schwächen einige unnötige Längen das Gesamtbild des Films: Der Teil, in dem Riddick sich auf Crematoria befindet, nur um auf Jack zu treffen - beide empfinden etwas füreinander - ist nicht unbedingt langweilig, aber für meinen Geschmack einfach überflüssig und etwas fad. Hier hat man nur versucht, das charismatische "Arschloch" Riddick gefühlsechter wirken zu lassen - als würde sich Riddick verlieben, schon klar!

Von diesen "Spaßbremsen" mal abgesehen, setzt "Riddick - Chroniken eines Kriegers" voll und ganz auf seinen Hauptdarsteller, die abartig edle Optik, grandiose Kostüme und jede Menge Action, die ordentlich kracht!

David Twohy hat mit dieser Fortsetzung ein episches Werk, das an Glanz und optischem Aufwand kaum zu überbieten ist, erschaffen. Allerdings wirken zwei Komponeten (dümmlicher Plot, enorme Laufzeit (DC)) als fader Beigeschmack dem entgegen. Mit einem anderen Darsteller als Riddick wäre dieser Film allerhöchstens Durchschnittsware - Vin Diesel hebt das Niveau enorm an!

7,5/10

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