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Tom Hanks wird auf einem amerikanischen Flughafen festgehalten und versucht, das Beste aus seiner Situation zu machen...

Viktor Navorski (Tom Hanks) landet eines Tages auf einem New Yorker Flughafen, muss dort allerdings schnell feststellen, dass in seinem Heimatland Krakosien politische Unruhen herrschen, weshalb alle Flugpapiere, die ihm ausgestellt wurden, bis auf Weiteres ihre Gültigkeit verlieren und er somit dort festsitzt. Er darf den Flughafen nicht verlassen, zeitgleich darf er aber auch nicht zurück nach Hause reisen. Doch das Flughafenpersonal merkt schnell, dass sie Viktor recht bald loswerden wollen, da er schon am ersten Morgen im Bademantel durch das Terminal läuft. Zwischenzeitlich jedoch findet Viktor Freunde unter den Angestellten, lernt die englische Sprache und trifft die attraktive Stewardess Amelia Warren (Catherin Zeta-Jones)...

Was man aus so einem einfachen Grundgerüst alles machen kann...
Nachdem Viktor erst einmal realisiert hat, dass der Flughafen für die nächste Zeit sein neues Zuhause ist, was anfangs aufgrund der Sprachbarriere zwischen ihm und dem Personal, das ihm versucht, seine Situation verständlich zu machen, gar nicht so einfach ist, versucht er nach und nach irgendwie weiterzukommen. Die zunächst zur Verfügung gestellten Essensgutscheine wandern durch ein kleines Missgeschick recht bald in den Müll und er steht ohne Essen, Gutscheine und Geld da und muss zusehen, wie er hier überlebt.
Doch dann entdeckt er, dass es für jeden zurückgebrachten Gepäckwagen Geld gibt, woraufhin er anfängt, diese im Terminal einzusammeln.
Da der Personalchef Dixon (Stanley Tucci) aber unbedingt verhindern will, dass sich Viktor noch weiterhin auf dem Flughafen befindet, versucht er alles, um ihm das Leben schwer zu machen und verführt ihn fast dazu, sich durch den Ausgang zu bewegen, um ihn anschließend verhaften zu lassen.
Der Film besteht aus vielen dieser einzelnen Situationen, seien es Sachen, die für Viktor neu sind, dass er verschiedenen Leuten hilft oder sich mit dem Personal anfreundet - ein Essenswagenfahrer, der in einen Officer verliebt ist, ein Putzmann und einer vom Wachpersonal.
Diese einzelnen Situationen sind zum Großteil auch für die Lachmuskeln gut, was meistens auf der Tollpatschigkeit oder dem Unwissen von Viktor beruht (als sein Pager das erste Mal piept wäre hier als gutes Beispiel anzuführen). Neben all dem Spaß, den man mit Viktor die ganzen neun Monate über hat, wird es dann zum Schluß hin auch ein wenig romantisch, wenn er und die Stewardess Amelia sich immer näher kommen. Alles in allem wurde sehr viel aus der Story rausgeholt und der Film weiß durchgehend, trotz der langen Laufzeit von gut zwei Stunden, zu unterhalten und wird in keiner Szene langweilig, da jede einzelne davon etwas ganz Besonderes ist und man einfach nur gespannt ist, was ihm denn jetzt wohl als nächstes passieren mag.

Der Film wird, ähnlich wie "Cast Away", fast ausschließlich von Tom Hanks getragen. Er ist DIE Person, wohingegen andere Schauspieler wie Catherine Zeta-Jones, Chi McBride und Diego Luna, die noch welcher der größeren Rollen haben, fast gänzlich rausfallen. Hanks ist auch hier wieder einmal grandios als tollpatschiger, immer hilfsbereiter und liebenswerter Viktor. Man leidet bisweilen sogar mit ihm mit, wenn er am Anfang auf einmal ohne Essensgutscheine dasteht, da er wohl einer der sympathischsten Filmfiguren der letzten Zeit ist. Schauspielerisch auch zu erwähnen wäre der Gegenpart von Viktor - Frank Dixon, der ihm das Leben schwer macht. Er lässt im Gegensatz zu Viktor keine Menschlichkeit erkennen, hält sich ganz an die Anordnungen von oben und Viktor wie einen Gefangenen und versucht ihn endlich dazu zu bringen, das Terminal zu verlassen, damit er ihn vom Terminal weg, zumindest ins Gefängnis, bringen kann. Dadurch entwickelt man mit Fortlauf des Films einen immer größeren Hass auf ihn.
Die anderen Schauspieler darf man natürlich auch nicht vergessen: Obwohl sie mehr Nebencharaktere sind, spielen sie durch die Bank weg sehr gut.

Endlich, nachdem ich das Kinojahr wohl doch schon etwas früh abgeschrieben hatte, wird es doch noch besser. Ein gutes Beispiel dafür ist Spielbergs Neuer "The Terminal". Der Film ist ein großer Spaß, Tom Hanks liefert eine erstklassige Leistung als tollpatschiger Immigrant ab und zum Schluss gibt's dann auch noch ein wenig für's Herz - alles mit dazu passender Musik unterlegt. Eine interessante Story mit vielen verschiedenen neuen Situationen, in denen sich Viktor in den insgesamt neun Monaten wiederfindet, machen den Film nie langweilig, sondern bieten durchweg klasse Unterhaltung. Viktor Navorski wird mir wohl lange Zeit als einer der sympathischsten Filmfiguren in Erinnerung bleiben. Ein Film, den man mindestens einmal gesehen haben sollte, da er einfach Spaß macht.

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