Viktor Navorski reist von einem ost-europäischem Land nach New York. Dort angekommen stellt sich heraus das sein Heimatland von Rebellen besetzt wurde und Navorski somit nun staatenlos ist. Notgedrungen beginnt er fortan im Terminal zu leben, ernährt sich von Hamburgern, schläft im Wartesaal, schließt Freundschaften mit dem Flughafenpersonal und trifft auf die bezaubernde Flugbegleiterin Amelia.
"Terminal" ist einer der Filme die zwar stellenweise lustig sind, aber insgesamt nicht so recht überzeugen können. Navorski macht im Laufe des Films zwar eine Entwicklung durch (besonders in Sachen Sprache), doch diese geht dem Zuschauer einfach nicht nahe. Es fällt stets schwer sich mit Navorski zu identifizieren, seine Gefühlsgänge gegenüber Amelia sind oft unklar und wissen auch bei der letztendlichen entgültigen Enthüllung nicht zu überzeugen. Die einzigen Personen die den Film wirklich interessant machen sind die indische Reinigungskraft, und der Spanier (?) und der Schwarze die am Kofferband arbeiten. Diese Personen geben dem Film ihren Charme, auch wenn sie es nicht schaffen eine richtige Freundschaft zu Navorski zu übermitteln.
Die schauspielerische Leistung von Tom Hanks ist zwar ziemlich gut, die Betonung, der Akzent, Mimik und Gestik, alles passt zusammen und wirkt auch glaubhaft, doch nach etwa 60 Minuten fängt es tierisch an zu nerven. Auch Catherine Zeta-Jones schafft es im Film nicht zu überzeugen, ihre Rolle wirkt hoffnungslos aufgesetzt, und auch die gesamte recht einfallslose Love-Story zwischen ihr und Navorski nervt mehr als sie dem Film nützt (typisch Hollywood?). Der Score des Films hingegen ist sehr schön, fröhliche Musikstücke untermalen die Szenen und auch das ganze Setting ist stets bunt und freundlich gehalten was dem Film auch die entspannende und fröhliche Atmosphäre gibt.
Zwar ist "Terminal" ein teils recht lustiger Film, letztendlich weiß er aber nicht zu überzeugen. Die Charaktere sind nicht wirklich ausgebaut und wirken platt, man kann sich nicht mit ihnen identifizieren wodurch das ganze Geschehen im Film an einem vorbeizieht. Ein Film der wirklich viel Potential hatte, schade drum.
6/10