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Soll das etwa die koreanische Antwort auf "Kung Fu Hustle" sein? Zumindest habe ich mich das die ersten fünf Minuten gefragt. Weit gefehlt. "Arahan" liefert uns die altbewährte Story des Tolpatsches, der einen Meister findet und am Ende selbst einer wird. Klingt zwar bekannt, kann man aber jedesmal neu umsetzen, dachte ich jedenfalls. Schnell mal die Handlung erzählen.

Debiler Streifenpolizist lernt durch einen Vorfall eine koreanische, zugegeben hübsche, Meisterin kennen. Wird von irgendwelchen Gaunern fertig gemacht und entschliesst sich die junge Dame wieder aufzufinden und von deren Vater und Meistern Kampfkunst zu lernen. Dann taucht ein abtrünniger Mönch auf, der von einem lausigen Ticketverkäufer dessen Jugend aufsaugt und auf der Suche nach einem geheimnisvollen Schlüssel ist, wo er dann den alten Meistern auflauert.

Soweit war der Film noch ganz ok. Die Übungen des neuen Schülers sind auch teilweise amüsant. Doch nach der Hälfte sehen wir wieder eine x- billige Flugschau mit den bekannten Spezial Effekten. Wer denkt, hier kommt trotz Matrixähnlicher Effekte dasselbe Feeling auf, der irrt sich.
Zuviele Schwertkämpfe verderben einem den Spass. Es wird zu oft geflogen und in der Luft gekämpft. Bei den schnellen Schnitten und dem rapiden Bildverlauf verliert man ab und zu den Überblick. Und wieder einmal wird die Auferstehung eines Helden nach einem harten Schlagabtausch breit getreten. Hier wird einfach nichts neues geboten. Die FX- Leute sollten nur in den wichtigsten Szenen ihre Computertechnik einsetzen und mehr realle Kampfsequenzen einbauen. Denn nach einiger Zeit wird der Film eintönig. Auch einige lustig gemeinten Gags, wie z. B. vor dem Abspann, treffen nicht ins volle. Ein weiterer Versuch Hollywood Konkurrenz zu machen, was aber nicht der Rede wert ist.

Es gibt wenigstens sympathische Darsteller und paar Hingucker bei der Action. Dafür gibt es immerhin 5 Punkte.

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