ARAHAN - das ist "Tiger & Dragon" in der Großstadt.
Im Klartext: Fliegende Schwertkämpfer, minutiöse, bis an den Rand des Möglichen einstudierte Fights, im "Matrix"-Style von Hochhausdach zu Hochhausdach gleitende Thai Chi- Meister… - Fachmänner der Kampfkunst eingebettet in die Kulisse urbanen Großstadtgetümmels also.
Die Kampfkünstler sind auch keine Tattergreise mit Nikolaus-Bärten und meterlangen Augenbrauen (jedenfalls nicht die Hauptdarsteller…), sondern jugendliche H&M-Models frisch der asiatischen „Bravo“ entsprungen.
Optisch macht ARAHAN also schon so einiges her und ich muss zugeben, dass ich anfangs wirklich von den Socken war. Anfangs!
Denn außer einer bombastischen Optik, krassen Fights und der wahrlich hinreißenden, bildhübschen zweiten Hauptdarstellerin Yoon So-yi hat ARAHAN leider nur eine sehr dürftige „Du bist der Auserwählte“-Story zu bieten, die sich ständig in unnötigen Bagatellen verrennt.
Die Action ist zwar, obwohl sie auch mit einigen miesen CGI’s durchsetzt ist, insgesamt schon als ganz brauchbar einzustufen, wenn sich der Zauber der Optik nach der ersten Dreiviertelstunde aber verdünnisiert hat, bleibt im Grunde nur noch gähnende Langeweile übrig.
Fazit:
„Kung Fu Hustle“ nicht in den prüden 30ern, sondern in die Gegenwart versetzt: Großstadt-Mystik und postmodernes Handkanten-Spektakel!
Ganz nett. Mehr aber echt nicht.