Review

In Teilen, aber eben nicht vollständig gelungene Komödie über einen schwulen Triadenboss - Anwärter [ Daniel Wu ], und einen straighten Kumpel von ihm [ Eason Chan ], der stattdessen den Platz einnimmt, weil es sein Kindheitstraum war.
Das Regiedebüt von Stephen Fung [ zuvor nur ein Segment von HEROES IN LOVE gedreht ], der auch am Drehbuch schrieb, ist zwar technisch und optisch recht ansprechend - es werden durchaus die geeigneten Bildkompositionen gezeigt und auch mit einigen netten visuellen Spielerein getrickst - , inhaltlich aber hat es einen schwereren Stand. Die Grundidee allein ist nämlich erstens nicht besonders ergiebig und zweitens wird daraus auch nicht das volle Potential geschöpft, sondern sich vielmehr in vorhersehbaren Handlungsabschnitten verteilt, die allesamt nichts wirklich Neues erzählen. Da die hier gezeigten Triadenkreise auch alle recht lieb sind und bis auf einen Attentatsversuch zwischendurch eher unterpräsentiert, geht es vielmehr darum, wie der richtige Georgie die kurze Kindheit und den Tod seines Vaters [ Yuen Biao, hat auch die beste Leistung neben Daniel Wu, der als Homosexueller geradezu aufgeht ] verarbeitet, und der falsche Georgie sein Schwulenimage aufrechterhalten muss, aber nebenbei Gefallen an der Tochter [ Karen Mok ] eines anderen Bosses findet.
Erst am Ende wird plötzlich das Tempo angezogen, der falsche Georgie und die Tochter werden von einem Emporkömmling [ Stephen Fung ] gekidnappt, und der richtige gibt sich zu erkennen und schlägt zurück, was sich in einem leicht abgehoben, aber nichtsdestotrotz knackigen MA - Fight austrägt. Hierbei zeigt sich dann auch, was der Film mit etwas mehr Tempo und Esprit hätte werden können, ist dann aber leider zu spät, der Film ist schon fast vorbei, es folgt "nur" noch ein Cameo von Jackie Chan.
Wirklich witzig ist der Film dann auch nicht - er hat zwar einige derbe Lacher zu bieten, meistens auf Schwulenklischees - , aber oft vergehen die Minuten, ohne wirklich auf den Punkt zu kommen oder eine Pointe zu bieten, mit 105min ist es auch etwas zu langatmig.
Gefallen haben dagegen einige witzige Anspielungen auf ältere Heroic Bloodshed Film ala A BETTER TOMORROW, ausserdem gibt sich Eason Chan oftmals genauso übertrieben böse und chargierend wie Alex Man.

Kann man sich zwischendurch durchaus anschauen, aber wirklich was Handfestes ist das nicht.

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