Die Abenteuer des knallharten Detektivs Joe Mannix (Mike Connors) aus Los Angeles, der lieber seine Fäuste denn irgendwelche technischen Hilfsmittel benutzt, um seine Fälle zu lösen.
Mannix ist eine schon etwas betagtere Serie, die durch die vielen neuen Privatsender auch Mitte der 80er nach Deutschland ihren Weg fand. Joe Mannix verkörpert dabei den smarten Privatschnüffler, der die Frauen betört und die männlichen Zuschauer durch Action bei laune hält. Dabei holzt er sich oft durch die Fälle wie Mike Hammer, hat aber auch gleichzeitig den Charme von Thomas Magnum oder Rockford. Ich könnte mir gut vorstellen das Mannix auf diese Shows zumindest einen teilweisen Einfluß hatte.
Die Fälle waren dabei alles andere als familienkompatibel und für die 60er bestimmt ziemlich am Rande des Erlaubten, während man sich heutzutage wohl kaum noch darüber aufregen würde, aber allein die vielen Kämpfe und Schießereien lassen die Reihe locker als Krimiaction durchgehen, auch wenn Blut beispielsweise eher selten zu sehen war. Ansonsten darf Mannix das komplette Privatdetektiv Programm durchleben. Er jagd Mörder, wird ab und zu selbst zusammengeschlagen oder unter Drogen gesetzt und muß sich auch sonst mit allerlei unfreundlichem Gesocks rumärgern.
Auch wenn sich mittlerweile schon die eine oder andere Staubflocke auf die Serie gelegt hat, anschauen kann man die Episoden immer noch. Hier wird wenigstens noch auf eher realistische Action gesetzt, bei Autoverfolgungen wird nicht mal eben bei Tempo 200 aus- oder umgestiegen und auch die Schußwechsel sehen angenehm olf-fashioned aus. Auch die Zuschauer sahen das ähnlich. Über acht Jahre und beinahe 200 Folgen ermittelte Mannix, was für eine Krimiserie ja beinahe schon ein biblisches Alter ist. Es ist immer mal wieder nett reinzuschauen, aber eine 30 DVD complete Edition würde ich jetzt nicht kaufen.
6/10