Ein international besetztes Völkerballtunier in der schillernden Stadt des Glücks Las Vegas soll ein kleines Fitnesstudio vor der schier übermächtigen Konkurrenz und dem finanziellen Ruin bewahren. Was liegt also näher, als eine völlig debile Chaotentruppe an den Start zu schicken, die eigentlich nur gewinnen kann?
Rawson Marshall Thurbers "Dodgeball - Voll auf die Nüsse" bietet nicht nur eine völlig durchgeknallte Simpel-Story, sondern auch eine wirklich sehenswerte, wenn auch wenig anspruchsvolle Gagpalette, zahlreiche Cameo-Auftritte (u.a. Lane Armstrong, Chuck Norris und David Hasselhoff als Ideo des deutschen Teams "Blitzkrieg") sowie zwei völlig unbeschwert auftrumpfende Hauptdarsteller.
Ist Underdog Vince Vaughn trotz jeder Menge Stress noch die Ruhe in Person, so ist sein geltungssüchtiger wie kleinwüchsiger Gegenspieler das absolute Gegenteil: Ein hektisches Nervenbündel, dem zuzuschauen es ein Gaudi vom Feinsten ist. Ergänzt durch total schräge Mitspieler und eine süße Christine Taylor hat sich bei "Dodgeball" defintiv einer der coolsten Casts des Comedygenres seit langem versammelt! Mir hat es schließlich besonders der arme Dauerlooser Justin Long angetan, der es neben echt ekligen Einblicken nicht nur einmal im wahrsten Sinne des Wortes voll auf die Nüsse bekommt. Göttlich!
Hauptsächlich dank seiner starken Darsteller unterhält "Dodgeball" eigentlich bestens, doch muss auch hier ein wenig Kritik sein: Etwas zur Filmmitte haben sich die im Prinzip immer gleichen Gags unterhalb der Gürtellinie etwas abgenutzt und auch spritzige Ideen werden seltener - sprich "Dodgeball" baut mit zunehmenden Verlauf ab, was letztlich sehr schade ist: Das Potential zur abgefahrendsten Comedy der letzten Jahre war nämlich defintiv vorhanden!
Dennoch bleibt unterm Strich ein absolut sehenswerter und lustiger Film, so man denn den typischen "American Pie/Dumm und Dümmer-Humor" mag. Wären da doch nur der letzte Schliff und vielleicht weitere 10 mit absurden Spässen vollgepackte Filmminuten...