Review

David gegen Goliath im Sportgewand - so lässt sich "Voll Auf Die Nüsse" am treffensten beschreiben.

Story:
Peter La Fleur (Vince Vaughn), ein durchschnittlicher Typ von nebenan, ist Besitzer des kleinen Fitnessstudios "Average Joe's". Um geschäftliche Dinge mag er sich eigentlich nicht so kümmern, sondern lebt lieber in den Tag hinein, weswegen das Studio auch recht heruntergekommen ist, er schon seit Monaten keine Mitgliedsbeiträge mehr kassiert hat und obendrein noch von einer Anwältin (Christine Taylor) seiner Bank Besuch bekommt, die ihm mitteilt, dass er binnen 30 Tagen
50.000 $ auftreiben muss oder er verliert sein Studio. Dahinter steckt sein Konkurrent White Goodman (Ben Stiller), dessen Studio wohl das exakte Gegenteil darstellt, der aber auch das exate Gegenteil von La Fleur ist - hinterlistig, egoistisch und nur auf Gewinn aus. Um also sein Studio zu retten, lässt sich Peter dazu überreden, eine Dodgeballmannschaft zusammenzustellen, um bei einem Turnier in Las Vegas anzutreten. Doch auch White ist nicht untätig...

Die Story macht nicht nur auf den ersten Blick wenig Sinn und trotzdem ist der Film sehr lustig geworden. Das liegt natürlich u.a. an den beiden Hauptdarstellern Stiller und Vaughn, die ihre Charaktere sehr gut verkörpern (besonders Stiller gefällt mir in der Rolle des Fieslings - ist mal eine nette Abwechslung). Was natürlich genauso wichtig ist, sind die Gags und die sind zahlreich vertreten. Hauptsächlich gibt es - dem Titel entsprechend - eben was auf die Weichteile oder sonstige empfindlichen Körperstellen, hin und wieder findet sich aber auch mal eine Hommage an die Klassiker von Zucker/Abrahams/Zucker, wenn in irgendeiner Szene Blödsinn im Hintergrund abläuft.

Leider - und das verwehrt dem Film dann auch eine noch höhere Bewertung - dauert es etwas mehr als 20 Minuten, bis das Tempo so richtig anzieht. Es gibt zwar auch zu Anfang schon gute Gags, aber dazwischen entsteht mir persönlich etwas zu viel Leerlauf. Erst wenn dann die Mannschaft ihr erstes Testspiel bestreitet, nimmt die Gagdichte zu. Ist aber nur ein kleineres Manko eines ansonsten sehr lustigen Films, der auch nur etwas über 80 Minuten dauert, von daher entstehen keine allzu großen Gaglücken.

Sehr gelungen ist dagegen die Musikauswahl, die fast gänzlich auf Rock setzt (u.a. gibt's The Donnas mit "Take It Off" zu hören) und das Geschehen immer zum richtigen Zeitpunkt gut unterstützt.

Fazit: Zwar nicht der beste Stiller-Film (nachwievor ungeschlagen: das Duo "Meine Braut..."/"Meine Frau..."), in die Sammlung kann man ihn aber auf jeden Fall aufnehmen.

8 von 10 Punkten

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