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Voll auf die Nüsse gibt es in dieser groben Komödie, die – wenn man auf diese Art von Humor steht – wirklich wie ein Gummiball ins Gesicht einschlägt! Vor allem positiv an „Dodgeball“ ist die Tatsache, dass der Film nicht wie von mir im Vorhinein vermutet voll und ganz auf Hauptdarsteller Ben Stiller zugeschnitten ist, sondern auch dem Rest eine Chance gibt, sich exzellent zu entfalten.

Zur Story: Peter La Fleur (ratlos: Vince Vaughn) ist mit seinem Fitness-Studio „Average Joes“ (zu deutsch „Der durchschnittliche Joe“) finanziell am Ende – das liegt nicht nur daran, dass er seit langem schon keine Mietgliedsbeiträge mehr kassiert und bei ihm nur Verlierer ein und aus gehen, sondern auch daran, dass Konkurrent White Goodman (maßlos: Ben Stiller in seiner bisher besten Rolle, wie ich finde), mit seiner riesigen Fitnesskette „Globo Gym“ sich direkt neben ihm niedergelassen hat. Und White hat schon mächtig ein Auge auf das Studio geworfen, und Peter müsste binnen weniger Tage 50.000 Dollar aufbringen, um seinen Laden zu retten, so stellt es auch Anwältin Kate (süß: Christine Taylor) fest. Doch woher nehmen wenn nicht stehlen? Nach diversen vergeblichen Versuchen stoßen er und seine Underdog-Freunde auf einen Geheimtipp, der sich gewaschen hat: sie versuchen, sich für die Weltmeisterschaft im „Dodgeball“ zu qualifizieren – was eigentlich nur schief gehen kann...

Wie schon gesagt – in diesem derben Komödienspektakel geht es um vielerlei, jedoch vor allem um eins: Humor und Witz der derberen Kajüte. Subtil ist hier nichts, und hintergründig geht es schon gar nicht zur Sache: hier lacht nur, wer auf den Holzhammer steht! Dafür sprudeln die Gags aber massenweise, und eine gewisse Ähnlichkeit zum Stil der Brüder Farelly ist definitiv nicht von der Hand zu weisen, auch wenn mir dieser Streifen hier weitaus besser gefällt, was eben genannte bisher abgeliefert haben! Auch erinnert man sich an der ein oder anderen Stelle gerne an die früheren Klassiker des renommierten Trios Zucker/Abrahams/Zucker zurück. Zu der kurzweiligen Sportler-Action gesellen sich superlustige Einlagen von Gaststars, unter anderem David Hasselhof als Schirmherr der deutschen Mannschaft, die nach dem Spiel erstmal gehörig zusammengeschissen wird, Chuck Norris als alles entscheidendes Jurymitglied, Lance Armstrong als er selbst oder William Shatner als vertrottelter Kampfrichter. Wie schon gesagt liefert Ben Stiller als Egomane und Gesundheitsfanatiker hier eine ungeschlagen köstliche Leistung ab, doch trotzdem kann sich auch der Rest sehen lassen: gerade die in der Verliererbande um Vince Vaughn sticht wirklich ein Trottel den anderen aus, und obendrauf gibt es den allerseits berüchtigten Rip Torn als kauzigen, heruntergekommenen Dodgeball-Trainer.

Also ihr Freunde des Groben – falls ihr diese nie langweilig werdende Komödie noch nicht gesehen habt, wird es langsam Zeit!

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